Werkstattbericht, 27. Juni 2019

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Liebe Freunde des umland verlags,

noch elf Mal schlafen, dann endlich bekommt Lilo ihr Schwesterchen. Es wird Mia heißen und ganz viele Wackelzähne haben. Also so ungefähr 13. Vielleicht aber auch 14. Egal. Hauptsache sie wird endlich da sein. Also so in echt und im Buch und zum Angucken und Lesen und Ausmalen…

In meinem Kopf nämlich ist Mia schon seit mehr als sechs Jahren und fast genauso lange auch schon in meinem PC. Als meine Lotte zur Schule kam, habe ich diese Geschichte für sie  geschrieben. Und wollte sie tatsächlich auch damals schon drucken lassen. Allein mir fehlten die Illustrationen.

Nun, sechs Jahre später, hat Mia endlich ein Gesicht bekommen. Dank meiner Freundin, der Illustratorin Anke am Berg, habe ich mich getraut und einfach selbst losgemalt. Oder sagt man gezeichnet? Ach egal. Gefühlte zwei Monate habe ich nichts anderes gemacht als  gemalt, gemalt, gemalt, selbst in der Nacht und in meinen Träumen habe ich gemalt, gemalt, gemalt. Gestern nun endlich habe ich die letzten Pinselstriche gesetzt und alles an Antje und Eva geschickt. Diese beiden guten Feen, ihres Zeichens Grafikerinnen, machen zum ersten Mal ein Buch – ABER: ich sag euch, was für eins. Ich bin jetzt schon ganz verliebt.

Das eine ist es ja, zu schreiben und zu malen, das andere, daraus ein Buch zu machen. Antje und Eva sind ein Geschenk des Himmels. Ich kann den beiden gar nicht oft genug DANKE sagen. Außerdem hat natürlich mein zweites Hirn Vanessa im Hintergrund wieder ordentlich gewirbelt. Und dann hatte ich noch Mitmalerinnen – Lilo, Hannah, Frieda, Lotte und Trine…. Ihr seht, das Buch ist ein richtiges Gemeinschaftswerk.

Offizielles Erscheinungsdatum ist der 9. Juli, gerade noch rechtzeitig vor der Einschulung. Das war wichtig. Mia mit ihren Wackelzähnen ist nämlich ein richtiges Einschulungsbuch-Geschenk. Mit einer Größe von 15x15cm passt es sogar in (fast) jede Zuckertüte. Es heißt: „Wackelzahn und Zuckertüte“ und ist ein Vorlese-, Lese- und Ausmalbuch. Man bekommt also gleich drei Geschenke in einem. Besonders stolz sind wir auf die Idee, die Kinder auch selbst ausmalen zu lassen – dafür haben wir extra starkes und malfähiges 160g-Papier ausgewählt…

Ihr seht, ich bin begeistert.

In den nächsten Tagen wird die Ankündigung auch auf meiner Homepage zu finden sein.

Und nicht nur die. Ganz nebenbei ist in der Zwischenzeit auch das Hörbuch von „Lilo und die Dubties“ fertig geworden. Seit einer Woche stapeln sich (stapelten sich – es sind nämlich von der ersten Auflage nur noch acht übrig) bei mir die CDs, die Dank Antje und Eva auch optisch ein herrlicher Augenschmaus sind. Allerdings – manche Fehler muss man mehrmals machen – gab es auch hier wieder einen Riesenschreckmoment für mich. Sowohl die Aufnahmen als auch die Grafiken waren gerade ans Presswerk gegangen, da fiel mir ein, dass ich nirgendwo vermerkt hatte, wer das Hörbuch eigentlich überhaupt erst möglich gemacht hatte – nämlich das Tonstudio „alias film und sprachtransfer“. Natürlich hatte die Produktion, als ich anrief, schon begonnen und war nicht mehr zu stoppen. Antje rettet mich und entwarf flugs kleine Stickerchen, die ich jetzt ganz liebevoll auf jedes Hörbuch klebe, bevor ich es versende.

Nun bin ich aber auch echt urlaubsreif. Zum Glück wohne ich hier im Paradies und habe Kinder, die mich nötigen, jeden Tag in den See springen…

Das habe ich übrigens auch getan, bevor ich Herbert Köfer interviewt habe. Kennt ihr Herbert Köfer? Und „Rentner haben niemals Zeit“? Fünf Jahre war ich alt als die ersten Teile dieser tollen DDR-Vorabend-Serie gedreht wurden. Herbert Köfer – alias der Rentner Paul Schmidt- war schon damals ein alter Mann für mich. Rentner eben. Inzwischen sind 32 Jahre vergangen und Herbert Köfer, denkt überhaupt nicht daran, im wirklichen Leben auch Rentner zu werden. Mit 98 Jahren steht er noch immer quicklebendig und schauspielerisch wirklich grandios auf der Bühne. Für mein neues Buch über Menschen, die auf die 100 zugehen, habe ich ihn Anfang Juni bei 33 Grad in Beelitz interviewt. Bei zwei Stunden Anfahrt ohne Klimaanlage war der Neuseddiner See am Rande des Weges meine Rettung und ich für das Gespräch mit Herbert Köfer herrlich erfrischt. Es ist ein ganz besonderes Gespräch geworden, ein ganz anderes als die Gespräche, die ich mit anderen fast 100jährigen geführt habe… Nach meinem Urlaub werde ich intensiv daran arbeiten. Es soll das nächste Buch werden, das erscheint. Sofern Lilo nicht noch einen Spurt einlegt und Herbert Köfer und Co. mit ihrem zweiten Teil – Lilo und die Dubties in der Schule – überholt.

Ihr seht, es bleibt spannend.

Und wird es auch jetzt gleich noch mal. Meine große Tochter greift gerade in  den Lostopf mit den Namen meiner emsigen Unterstützer… Lieber Gottfried Schröter, du hast gewonnen und du bekommst „Lilo und die Dubties“ als Hörbuch.

 

Vielleicht schon morgen (Freitag, 28. Juni 2019) und ganz persönlich? Um 16 Uhr lese ich im Kunsthandwerkerhof in Thomsdorf aus meinen „Weg“en.  Gottfried und ihr alle seid herzlich willkommen.

Bis vielleicht ganz gleich,

eure

Doreen Mechsner.

PS: Heute mit gedruckter Unterschrift – meine rechte Hand Vanessa urlaubt heute und mein PC macht nicht alles, was ich will.

 

Werkstattbericht, 03. Mai 2019

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Liebe Freunde des umland verlags,
gestern sagte meine echte Lilo wieder einen jener Sätze, die mich immer tief
beeindrucken, wenn sie von meinem gerade erst neun Jahre alt gewordenen
Nesthäkchen kommen. Lilo also saß hinter mir im Auto. Ich hatte sie schon einige Zeit im
Rückspiegel beobachtet. Sie saß da und guckte so vor sich hin, wie sie immer guckt, wenn
sie schwerwiegende Gedanken wälzt. Ich fragte mich gerade, was sie wohl denken
würde, als sie unvermittelt sagte: „Mama, ich denke gerade über meine Zukunft nach.“
Und dann erzählte sie mir, worüber sie konkret nachdachte.
Jetzt seid ihr sicher neugierig, aber nein, ich verrate es euch nicht. Nur so viel, es ging
schon sehr weit in die Zukunft. Und war so durchdacht. Ich war mal wieder beeindruckt,
wie weise unsere Kinder doch sind. Also nicht nur meine. Vor zehn Jahren schon habe ich
begonnen, Kinder zu interviewen, zu ihren Vorstellungen vom Leben, zu ihren
Erfahrungen – sie erzählten mir von ihren Traumwelten und davon, was sie alles anders
machen würden – es klang alles so richtig und wichtig.
Und dann laufe und fahre ich durch die Gegend und sehe Menschen, große, dicke, dünne,
kleine, junge, alte und denke, hey, die waren alle mal Kinder. Ich finde das so enorm,
dieses Wachsen und Werden. Später dann sitze ich in Weißensee im Wohnzimmer von
Rosa. Sie ist 97 Jahre alt und erzählt mir aus ihrem Leben. Dabei glänzen ihre Augen und
sie ist so fit und jung und schlau. Mit Rosa habe ich mich über Hirnforschung unterhalten
und über Yoga und indische Weisheitslehre. Und natürlich auch: über die Zukunft. Die bei
Rosa wesentlich kürzer sein dürfte (und in diesem Fall darf ich auch sagen: sollte) als bei
Lilo. Dabei hat Rosa noch lange keine Lust zu gehen. Weil sie sehen will, wie sich alles
entwickelt. Die Politik und die Gesellschaft und überhaupt. Sieben fast Hundertjährige
habe ich inzwischen interviewt. Die nächsten Termine sind schon vereinbart. Ich bin ganz
beglückt, dieses Buchprojekt begonnen zu haben. Ich finde es so wichtig, diese unsere
Alten zu Wort kommen zu lassen. Einfach, indem sie aus ihrem Leben erzählen. Ihre
Erfahrungen, ihre Erlebnisse, die Steine, die auf ihrem Weg lagen, haben sie so weise
gemacht. Anders, aber irgendwie auch ähnlich weise, wie es unsere Kinder sind, wie wir
es und auch wie die Alten es als Kinder schon einmal waren.
Ich habe hier eine Freundin, Alma. Sie ist 14 Jahre alt und macht sich unglaublich viele
und unglaublich spannende Gedanken darüber, warum wir eigentlich hier sind, weshalb
wir ticken, wie wir ticken, die einen anders als die anderen und wo es mit uns hingehen
wird oder besser gehen sollte. Mir macht es wahnsinnig viel Spaß mit ihr zu
philosophieren… In letzter Zeit denke ich, da müsste ich doch ein Buch draus machen.
Aber Halt! Vorerst bleibe ich – Schuster – bei den Leisten, mit denen ich mich gerade
beschäftige. Gestern habe ich lose meine erste Lesung für das Buch mit den fast
Hundertjährigen vereinbart. Im Januar/Februar soll diese stattfinden – in der
Buchhandlung Wandlitz. Neben „meiner“ Prenzlauer Buchhandlung ist der Wandlitzer
Buchladen mein größter Verkäufer. Nach vier Tagen Ostsee-Urlaub hoffe ich, dass der
Usedomer Buchhandel schnell aufholen wird. Gleich drei Buchläden – Ahlbeck, Bansin
und Zinnowitz – haben meine Bücher jetzt im Sortiment.
Auf der Fahrt nach Usedom habe ich einen Podcast mit Jan-Philip Sendker gehört. Ich
liebe seine Bücher. Um so gespannter war ich, von seinem Werdegang zu hören. Zehn
Jahre hat es gedauert, bis er auf der Bestsellerliste stand. Sein (zugegebenermaßen sehr
langwieriges) Erfolgsrezept: Mund-zu-Mund-Propaganda. Ich bin sehr gewillt, wenn auch
bitte schneller, den gleichen Weg zu gehen. Wenn ihr mir dabei helfen wollt, wäre es
spitze, wenn ihr in den Buchläden eures Vertrauens fragen würdet, ob sie Lust hätten,
meine Bücher in ihr Sortiment aufzunehmen. Bei Interesse würde ich dann direkten
Kontakt zum jeweiligen Laden aufnehmen – vielleicht springt ja auch gleich noch eine
Lesung bei euch um die Ecke heraus. Egal, wo im deutschsprachigen Raum diese Ecke
auch sein mag.
Und weil ich selber gerne unterstütze, mache ich gleich noch Mund-zu-Mund-Propaganda
für ein Buch, das ich gerade verschlungen habe. Die ehemalige Mitschülerin einer 70-
jährigen Patientin meines Mannes hat es geschrieben – sechs Monate lag es auf meinem
Nachttisch, bevor ich es vorsichtig versuchte und nicht mehr weglegen konnte. Vera
Studier: Wie lange dauern tausend Jahre – ist meine Empfehlung für euch.
Nun zurück zu meinen Leisten. Ihr habt es möglich gemacht. Mein Crowdfunding zu „Lilo
und den Dubties“ als Hörbuch war erfolgreich. Habt riesengroßen Dank dafür! Inzwischen
ist das Dubtie-Abenteuer eingelesen. Erscheinen werden sie jedoch nicht wie
angekündigt jetzt, sondern erst im Juni. Sowohl der Tonmeister als auch die Grafikerin
haben gerade Land unter. Sie hätten sich den Stress gemacht, für mich in Nachtschichten
jetzt schnell alles fertig zu machen. Aber das will ich nicht. Oft genug bin ich selbst über
meine eigenen Grenzen gegangen, um irgendwas vermeintlich Unaufschiebbares fertig zu
bekommen. Nun im Alter bin ich zu der Einsicht gelangt: Wenn ich es erst morgen mache,
passiert auch nichts. Jedenfalls möchte ich nicht, dass Leute, die die Umsetzung meiner
Projekte erst möglich machen, sich dafür aufbrauchen. Ich hoffe, ihr habt dafür
Verständnis und danke euch für eure Geduld.
Lüften kann ich aber schon die Entscheidung um das Cover. Es gab ein ganz eindeutiges
Votum für die helle Variante. Unter all denjenigen, und das waren sehr viele, die
abgestimmt haben, habe ich Stefanie Vietz als Gewinnerin eines Häkeldubties ausgelost.
Und weil es so schön ist, andere zu überraschen, gibt es auch noch einen Lostopf für die
Unterstützer des Crowdfundings. Er steht direkt neben mir, ich greife jetzt hinein… And
the winner is: Uli Meyer.
Uli Meyer kenne ich bereits seit 25 Jahren. Er ist der Macher der Deutschen Hockey
Zeitung und hat im Dezember einen ganz liebevollen Artikel über mich geschrieben
(nachzulesen unter: www.umland-verlag.de). Uli – herzlichen Glückwunsch! Zum ersten
von mir selbst gestalteten umland-Becher. Eigens dafür war ich gestern in Berlin in einem
Paint-your-style-Keramikladen und habe eineinhalb Stunden hingebungsvoll gemalt.
Dabei bin ich auf den Geschmack gekommen, so dass es wohl auch künftig immer mal
handbemalte Keramik für umland-Unterstützer geben wird. Vielleicht beim nächsten Mal
schon mit Illustrationen aus meinem Kinderbuch „Wackelzahn und Zuckertüte“, für das
ich im Mai ganz emsig malen werde.
Für mich heißt es also: Pinsel frei!
Euch wünsche ich einen wonnigen Mai,
seid herzlich gegrüßt, eure

Bettina, 02. April 2019

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Liebe Doreen,

ich wollte dir eigentlich schon seit vielen Monaten schreiben, dass meine Tochter Nelly (8) dermaßen begeistert von den Dubties war, dass sie vor Weihnachten angefangen hatte, eine Fortsetzung zu schreiben (urheberrechtlich sicherlich bedenklich ;o) … Durchhaltevermögen hat sie aber noch nicht, die Geschichte versandete. Sie wird sich auf alle Fälle über das neue Buch irgendwann sehr freuen!

Liebe Grüße, Bettina.

Messe-Werkstattbericht 22. März 2019

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Liebe Freunde des umland verlags,

dieses Mal waren es nicht die Dubties. Definitiv nicht. Da bin ich mir ganz sicher. Dieses Mal war es vermutlich Mieze – unsere Katze. Aber ähnlich wie die Dubties wird auch sie nur in guter Absicht gehandelt haben. Ja mehr noch, ich glaube, eigentlich wollte sie mir nur einen Messeglücksbringer mit auf den Weg geben. Dieser war mausgrau und mausetot und fiel gestern, als ich gerade dabei war, mich messefein zu machen aus meinem Hosenbein. Ich habe einmal laut gekreischt, wie wohl fast alle Frauen kreischen, wenn ihnen eine tote  Maus aus dem Hosenbein fällt, danach aber sofort überlegt, wie ich diese groteske Situation literarisch verarbeiten kann… Lasst euch überraschen…

Glück hat Miezis Glücksbringer auf jeden Fall gebracht. Wir hatten bereits mehrere großartige Begegnungen auf der Messe, tolle Gespräche, Vernetzungen und sogar schon das ZDF am Stand. Wir sind erschöpft, aber auch voller Lust auf die kommenden zwei Tage…

In den Standpausen, die sich meine rechte (und manchmal linke) Hand Vanessa Groß und ich wechselnd gönnen, arbeiten wir weiter an unseren Projekten. Ich spinne weiter an Lilo und die Dubties  in der Schule und Vanessa transkribiert meine  Interviews mit den fast 100-Jähringen UND hat unsere nächste CROWDFUNDINGAKTION ins Rollen gebracht.

Wenn ihr Interesse am Hörbuch zu „Lilo und die Dubties. Rambazamba im Hühnerhaus“ habt, könnt ihr uns unterstützen, indem ihr die CD jetzt bereits bei www.startnext.com/lilo-und-die-dubties-alshoerb erwerbt und damit die Produktion erst möglich macht. Außerdem gibt es wieder Postkarten, Ausmalbilder oder ein Lesungen als Dankeschöns.

Solltet ihr heute oder morgen in Leipzig vorbeischauen wollen, lese ich dort auch gerne nur für euch – Halle 5/Stand F113,

bis vielleicht gleich,

liebe Grüße

Doreen Mechsner.

Nicole, 18. März 2019

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Hallo Doreen,

gestern Abend hat meine Greta ihr Buch ausgelesen und wollte sich ein neues nehmen. Dann sagte sie aber: Es kann kein dicker Roman sein. Ich fragte: Warum? Na weil ich doch auf „Lilo und die Dubties“ Teil II warte und dann bin ich vielleicht noch nicht fertig mit dem dicken Roman und will aber erst Lilo lesen.

Das fand ich so niedlich, dass ich dir das mal erzählen muss.

Liebe Grüße, Nicole.