Werkstattbericht, 24. März 2020

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Liebe Freunde des umland verlags,

 

wie schreibt man zu Zeiten von Corona einen Werkstattbericht? Ich sitze an meinem Schreibtisch und zermartere mir den Kopf. Draußen ist herrliches Frühlingswetter. Unser Storch, der vor acht Tagen deutlich früher als in den vergangenen Jahren, sein Nest bezogen hat, steht auf seinem Bein und klappert in die Welt. Genau wie wir wartet er auf seine Frau. Eine Etage unter ihm herrscht reges Treiben. Sperlinge, Bachstelzen und Stare, die sich in den Hohlräumen des Nests eingemietet haben, fliegen ein und aus. Am Ufer unseres Teiches nehmen die ersten Frösche des Jahres ein Sonnenbad. Auch die Seerosenblätter lockt die Sonne, jeden Tag reckt ein neues seine Blattspitze aus dem Wasser. Matti und Willi, unsere jungen Katzen, beäugen all das wachsende Leben neugierig. Es ist ihr erster Frühling und alles ist neu für sie. Miezi, unsere „Altkatze“ liegt im Bett und erholt sich von ihren nächtlichen Botengängen. Manchmal beneide ich sie. Für sie ist das Leben wie immer.

Und für uns? Könnte es wundervoll sein. Wenn nicht Corona über allem schwebte.

Pünktlich zur Leipziger Buchmesse habe ich mein neues Buch „Ich möchte einfach noch Bäume ausreißen! Aber nur kleine. Fast Hundertjährige erzählen“ fertig geschrieben und im Schnellverfahren eine kleine limitierte Auflage für die Buchmesse drucken lassen. Nun gab es keine Buchmesse. Angesichts meiner Erschöpfung – der Druck, das Buch zur Messe fertig zu haben, ging fast ein wenig, nicht nur, über meine Kräfte, sondern auch über die von Clara (Transkriptorin, Lektorin, Korrektorin und Mitdenkerin) und Annett (die als Grafikerin angeheuert hatte, inzwischen aber der dritte Kopf des Verlags geworden ist) – war die Absage auch eine Erleichterung. Zeitgleich natürlich aber auch eine verpasste Chance, mein neues Buch publik zu machen.

Dennoch habe ich nur noch elf Exemplare hier zu liegen. Dank eines tollen Artikels im Uckermark-Kurier gingen bei mir bereits die ersten Bestellungen ein, noch bevor ich das Buch selbst in der Hand hatte. Parallel dazu kamen auch die ersten Leseanfragen, die nun natürlich aufgeschoben sind. Außerdem riefen mich bereits drei über 90-Jährige an, die mir unbedingt ihre Lebensgeschichte erzählen wollen. So ganz genau weiß ich noch nicht, was ich damit machen soll.

Im Moment ist es mir wichtig, den Kontakt zu meinen fast Hundertjährigen zu halten. Einige von ihnen sind familiär gut eingebettet, andere jedoch sind derzeit ziemlich einsam. Rose Marie meine älteste Gesprächspartnerin, die sich so sehr auf ihren 100. Geburtstag am kommenden Sonntag gefreut hat, sitzt alleine und abgeschnitten von der Welt in ihrer Wohnung. Ricarda aus Hamburg lebt in ihrer Seniorenresidenz hinter abgeschlossenen Türen.

Jutta ist vergangene Woche verstorben. Endlich, würde sie selbst ihr Ableben vermutlich kommentieren. Schon als ich sie im vergangenen Jahr interviewte, sagte sie mir, dass sie eigentlich schon vor fünf Jahren hätte sterben wollen. Nun hat sie es geschafft. Zu ihrer Beerdigung waren nur ihre Tochter und zwei Enkelinnen. Sie haben mir ein Video geschickt. Trotz Corona und der Abwesenheit der großen adeligen Familie war es eine ganz schöne Beisetzung mit wunderschönen Blumen und unzähligen Fotos und Bildern der Familie auf dem Sarg.

Werner, der nur zwei Dörfer weiter wohnt, werde ich nachher ein Exemplar des Buches und einen lieben Brief in den Postkasten werfen. Zuletzt war ich sehr in Sorge um ihn. Im Dorfkonsum, erzählte mir die Verkäuferin, war er lange nicht einkaufen gewesen, und immer wenn ich bei ihm vorbeigefahren bin, brannte kein Licht. Gestern erfuhr ich, dass Werner tatsächlich im Krankenhaus war, nun aber wieder zu Hause ist.

Gerhard, mit dem ich gestern telefonierte, ist nach wie vor das sprudelnde Leben. Er hält sich mit seinem täglichen Gang in den Garten fit und freut sich über die ersten Radieschensprossen. Über das, was in der Welt los ist, schüttelt er nur den Kopf und sagt: „So was hat es noch nicht gegeben.“ Allerdings hofft er auch, dass sich die Welt dadurch zum Besseren wandelt. „Die Natur“, freut er sich, „atmet ja bereits auf.“

Bei uns hier draußen in der Uckermark explodiert sie förmlich. Alles blüht und grünt und wächst. Kater Willi kann sich seiner Frühlingsgefühle nur schwer erwehren und oft genug müssen wir seine Schwester Matti vor seinen umtriebigen Nachstellungen beschützen. Meist sucht er dann Zuflucht beim Kaninchenstall. Mit Pucki, so sieht es aus, hat er eine Durch-den-Kaninchendraht-Freundschaft geschlossen. Auch Pucki hat es seit einer Woche nicht leicht mit seinen Frühlingsgefühlen. Wegen der Fibonacci-Reihe (ein Begriff aus der Mathematik – ggf. bitte bei www.ecosia.de (Ecosia pflanzt Bäume für unseren Wissensdurst) nachschlagen) – haben wir unser größtes Kaninchen von den anderen trennen müssen. Beim wöchentlichen Ausmisten entdeckten unsere Kinder vergangene Woche sieben Babykaninchen. Da alle unsere Nachbarn behaupten, uns keinen Bock in den Stall gesetzt zu haben, haben wir unsere Weibchen noch mal genauer angeschaut … Nun bauen wir für Pucki und seine Söhne (wir hoffen, wir erkennen sie als solche) ein neues Gehege. Damit haben wir gleich ein prima Projekt für angewandte Mathematik, Statik, Biologie und auch Deutsch – unsere Lilo schreibt während des verordneten Homeschoolings einen Vortrag über Kaninchen.

Und ich? Vielleicht taucht die Geschichte irgendwann bei den Dubties auf … Die nämlich sollen jetzt wieder zu ihrem Recht kommen und endlich weitergeschrieben werden.

Aber erst mache ich schnell noch ein bisschen Werbung für mein neuestes Buch „Ich möchte einfach noch Bäume ausreißen! Aber nur kleine. Fast Hundertjährige erzählen“. Im Moment ist das nicht ganz einfach – mein Plan, mich auf der Buchmesse durch meinen einzigen prominenten Gesprächspartner, den weltweit ältesten noch aktiven Schauspieler Herbert Köfer ins Gespräch zu bringen, ist gescheitert, Lesungen sind vorerst nicht möglich. Also habe ich einen kleinen Film gedreht (drehen lassen – Annett, Stefan, Olli, Daniel: Habt riesengroßen Dank!!!) und versuche erneut über eine Schwarmfinanzierung auf mein Buch aufmerksam zu machen und Geld für die Finanzierung der zweiten Auflage zu sammeln.

Es wäre großartig, wenn ihr mich dabei unterstützt! Entweder, indem ihr mitmacht und/oder anderen von meinem Buch und meinem Crowdfunding berichtet. Wie schon die letzten Male habe ich meine Aktion bei startnext unter: www.startnext.com/altwieeinbaum platziert. Klickt einfach auf den Link und ihr bekommt alle Informationen.

Außerdem hilft es mir, wenn ihr das Buch auf Amazon bewertet, wenn ihr ein Feedback an mail@umland-verlag.de schickt, wenn ihr Verwandte, Freunde und Bekannte über soziale Netzwerke wie WhatsApp, Twitter, Instagram, Telegram und was es alles gibt, informiert, oder auch einfach am Telefon oder von Balkon zu Balkon davon erzählt. Das wäre klasse. Auch Philipp Sendker (wieder ein Fall für Ecosia) ist vor allem durch Mund-zu-Mund-Propaganda zum Bestsellerautor geworden.

Bevor ihr jetzt alle gleich loslegt und meine „Fast Hundertjährigen“ in die Welt streut, zieht Lilo unter meinen bisherigen Unterstützern noch schnell den Gewinner für das nächste Dankeschöngeschenk. Dieses kann heute natürlich nur mein neues Buch sein. Und es geht an Nicole Schimko.

Ich wünsche euch allen, dass ihr gut durch diese Zeit kommt!

Herzliche Grüße

Doreen Mechsner.

Werkstattbericht, 1. Dezember 2019

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Liebe Freunde des umland verlags,

am Montag bin ich zum ersten Mal seit ewig langer Zeit wieder mit der Deutschen Bahn
gefahren. Nach Bottrop. Dort habe ich „meine“ letzte fast Hundertjährige interviewt. Ich
habe eine ganze Weile suchen müssen, um so weit weg jemanden zu finden. Nun war ich
glücklich, aber auch im Dilemma. Bottrop ist sechs Stunden entfernt – sowohl mit der
Bahn als auch mit dem Auto. Ich war hin- und hergerissen. Mit dem Auto wäre ich
unabhängig, könnte fahren und halten und rasten, wann ich wollte und müsste nicht
schauen, wie ich verkehrsgünstig vom Quartier zum Interview käme. Dagegen sprach
allerdings mein Gewissen – wegen meines ökologischen Fußabdruckes. Außerdem hasst
mein Rücken weite Autostrecken. Schließlich überzeugte mich meine Freundin Silke, die
mir versprach, in der Bahn könne ich richtig viel schreiben. Also buchte ich mir einen
Fensterplatz mit Tisch und machte mich mit Laptop und Diktiergerät auf den Weg. Kaum
im Zug genoss ich schon: einfach so dahinzugleiten, die Landschaft vorbeidüsen zu sehen
und die vielen Birken. Es waren mindestens genauso viele wie damals, als ich noch ein
Kind war. Birken waren damals meine Lieblingsausdemzugguckbäume. Ihre unvollendet
weißen Stämme machten mich neugierig. Ich dachte mir, irgendein Maler würde sie
anmalen. Und weil alle angemalt sein sollten, wenn ich mir die Nase im Vorbeifahren
plattdrückte, musste der Maler unglaublich hetzen. Der Preis war Unvollkommenheit:
lauter Bäume, die nicht ganz weiß geworden waren. Vielleicht, so eine andere
Überlegung von mir, hatte aber auch einfach nur die Farbe nicht gereicht. Mein Opa
erklärte das alles für Kokolores, für ihn war klar, die Bäume waren weiß, damit sich die
Häschen nicht ihr Näschen stupsen. Ich hegte da so meine Zweifel. Aber mit einer
einzigen Frage schaffte es Opa diese zu widerlegen: „Wo, mein kleines Mädchen,“ fragte
er, „läuft das Häschen mit seinem Näschen?“ Richtig, unten. Folglich musste der Maler
auch nur unten malen. Sofort hatte ich das Bild dazu im Kopf. Heute allerdings spukte
statt eines Häschens ein Dubtie, nee, eigentlich eine ganze Dubtiebande darin herum.
Momentan sind sie hinter meiner Stirn omnipräsent. Denn jeden Tag schreibe ich ein
kleines Stückchen weiter am 2. Buch über die winzigen Frechdachse.
Nach meinem Umstieg in Berlin für die lange Strecke mit dem ICE bis in den Ruhrpott,
wollte ich Lilo und die Dubties mit der Lehrerin – ihr wisst, der zweite Teil spielt in der
Schule – mal so richtig Rambazamba tanzen lassen. Allerdings hatte die Deutsche Bahn
etwas dagegen. Sie ließ meinen ICE einfach ausfallen. Das ging ja gut los. Zum Glück fuhr
ein Stunde später der nächste Zug. Schnell sicherte ich mir auch dort noch einen
Fensterplatz, leider ohne Tisch, und vertrieb mir die Zeit zwischen Büchern und
Zeitschriften. Überpünktlich stand ich eine Stunde später erneut auf dem Bahnsteig.
Dann kam die Ansage: Auch dieser Zug entfällt. Sollte ich weinen oder lachen? Oder nach
Hause fahren? Ein Mann mit Schaffnermütze riet mir mit der S-Bahn schnell zum Hbf zu
shutteln, dort, so seine Information, würde der Zug neu eingesetzt. 14 Minuten, so sagte
er mir, hätte ich Zeit. Ich brauchte 15 Minuten. Vorausschauenderweise hatte die Bahn
uns Shuttler einkalkuliert und wartete. Nun saß ich am Fenster mit Ausklapptisch und
konnte endlich arbeiten.
Rückblickend muss ich sagen: Es war toll, Bahn zu fahren. Ich habe viel geschafft. Auch
relaxt. Mein Rücken fand es klasse. Und rückzu hatte ich lediglich eine halbe Stunde
Verspätung. Wegen dunkel gekleideter Personen im Gleisbett vor Eberswalde konnte
mein Regionalexpress nur 15km/h fahren. Wenn ich es mir genau überlege, war meine
Expedition Deutsche Bahn auch schon wieder seine Geschichten wert. (Ich verrate euch
jetzt nicht, welche Storys ich noch aufgeschnappt habe – die Leute reden ja ungeniert
über Intimstes an ihren Handys. Mal sehen, vielleicht mache ich was draus.)
Aber erst einmal vollende ich mein Buch über die fast Hundertjährigen. Mein Gespräch
mit der 96-Jährigen Anneliese Martens hat mich, wie wirklich alle meine Interviews,
wieder ganz glücklich gemacht. Es ist jedes Mal wie neue Freundschaften knüpfen.
Inzwischen pflege ich mit drei meiner „alten Freunde“ einen regen Brief- und
Telefonkontakt. Im März bin ich dann zu „meinem“ ersten 100. Geburtstag eingeladen.
Nun sitze ich voller Tatendrang am Buch und schneidere die Gespräche zurecht. Das alles
ginge jedoch nicht so flott, wenn meine rechte Hand Clara die Gespräche nicht in einer
unnachahmlichen Akkuratesse und Schnelligkeit abtippen würde. Das war bei den
„Wegen“ mein größtes Hindernis. Ich bin so froh, dass nun Clara diese Hürde für mich
nimmt. So spare ich jede Menge Zeit und habe mich auf einer meiner letzten Lesungen
dazu hinreißen lassen, zu verkünden, dass das Buch zur Messe in Leipzig fertig sein wird.
Ganz ehrlich: ich bin selbst gespannt, ob ich es (gemeinsam mit meinen Helfern natürlich)
schaffen werde.
Mein Mann ist ganz zuversichtlich und will mir die Weihnachtsferien zum Arbeiten
weitestgehend familienfrei geben.
Bis dahin habe ich hoffentlich auch noch ein bisschen mit dem Weihnachtsrun zu tun. Im
Lager stapeln sich neben den Büchern auch endlich wieder neue Hörbücher. Die erste
Auflage der vorgelesenen „Lilo und die Dubties“ war zwischenzeitlich vergriffen, so dass
ich vor Weihnachten eine neue Charge nachbestellt habe. Ich dürft gerne die
Werbetrommel rühren.
Wer das Hörbuch bereits hat, weiß, dass die Dubties ihr Aussehen geändert haben.
Anders als für das Buch habe ich die CoverIllustration selbst angefertigt – die Dubties
sehen nun so aus wie die, die hier bei uns zu Hause Rambazamba gemacht haben (und
wie ich sie im Kopf habe). Für Tante Erika war das kein Problem. Sie ist einfach eine
Häkelkünstlerin. Ich schickte ihr die Zeichnungen und sie häkelte die Dubties einfach
genauso nach, wie ich sie gemalt hatte. Mit Fingern und Zehen und Haaren – jedes
einzelne extra am Kopf montiert; eine unglaubliche Fusselarbeit. Als die ersten beiden
Exemplare kamen, war ich sofort verliebt. Damit ihr euch auch verlieben könnt, hänge ich
ein Foto mit an.
Vielleicht gibt es ja jemanden, den ihr zu Weihnachten mit einem Dubtie überraschen
wollt.
Ich selbst will natürlich auch endlich wieder einen meiner Unterstützer überraschen. Viel
zu lange stand der Lostopf ungenutzt im Lager. Nun durfte die echte Lilo hineingreifen.
Und zog meinen alten Trainer Jan als Gewinner. Als junger Vater bekommt er für sein
IdaBaby natürlich einen frechen Dubtie. So ein bisschen Stimmung zu Hause kann ja nicht
schaden. Vielleicht, lieber Jan, lasst ihr ihn aber erst nach Weihnachten raus. Sonst
könnte es in der besinnlich gedachten Adventszeit ordentlich poltern.
Wer von euch schon Dubties hat, passt also auf, behaltet sie im Auge und genießt die
Zeit!
Vielleicht mit den „Wegen“ und einem Glas Tee oder Wein oder, wer es eben doch ein
wenig temperamentvoller braucht, mit den Dubties und Weihnachtsbaumklimbim und
Rambazamba.
Herzlichst eure

Doreen Mechsner.

Werkstattbericht, 27. Juni 2019

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Liebe Freunde des umland verlags,

noch elf Mal schlafen, dann endlich bekommt Lilo ihr Schwesterchen. Es wird Mia heißen und ganz viele Wackelzähne haben. Also so ungefähr 13. Vielleicht aber auch 14. Egal. Hauptsache sie wird endlich da sein. Also so in echt und im Buch und zum Angucken und Lesen und Ausmalen…

In meinem Kopf nämlich ist Mia schon seit mehr als sechs Jahren und fast genauso lange auch schon in meinem PC. Als meine Lotte zur Schule kam, habe ich diese Geschichte für sie  geschrieben. Und wollte sie tatsächlich auch damals schon drucken lassen. Allein mir fehlten die Illustrationen.

Nun, sechs Jahre später, hat Mia endlich ein Gesicht bekommen. Dank meiner Freundin, der Illustratorin Anke am Berg, habe ich mich getraut und einfach selbst losgemalt. Oder sagt man gezeichnet? Ach egal. Gefühlte zwei Monate habe ich nichts anderes gemacht als  gemalt, gemalt, gemalt, selbst in der Nacht und in meinen Träumen habe ich gemalt, gemalt, gemalt. Gestern nun endlich habe ich die letzten Pinselstriche gesetzt und alles an Antje und Eva geschickt. Diese beiden guten Feen, ihres Zeichens Grafikerinnen, machen zum ersten Mal ein Buch – ABER: ich sag euch, was für eins. Ich bin jetzt schon ganz verliebt.

Das eine ist es ja, zu schreiben und zu malen, das andere, daraus ein Buch zu machen. Antje und Eva sind ein Geschenk des Himmels. Ich kann den beiden gar nicht oft genug DANKE sagen. Außerdem hat natürlich mein zweites Hirn Vanessa im Hintergrund wieder ordentlich gewirbelt. Und dann hatte ich noch Mitmalerinnen – Lilo, Hannah, Frieda, Lotte und Trine…. Ihr seht, das Buch ist ein richtiges Gemeinschaftswerk.

Offizielles Erscheinungsdatum ist der 9. Juli, gerade noch rechtzeitig vor der Einschulung. Das war wichtig. Mia mit ihren Wackelzähnen ist nämlich ein richtiges Einschulungsbuch-Geschenk. Mit einer Größe von 15x15cm passt es sogar in (fast) jede Zuckertüte. Es heißt: „Wackelzahn und Zuckertüte“ und ist ein Vorlese-, Lese- und Ausmalbuch. Man bekommt also gleich drei Geschenke in einem. Besonders stolz sind wir auf die Idee, die Kinder auch selbst ausmalen zu lassen – dafür haben wir extra starkes und malfähiges 160g-Papier ausgewählt…

Ihr seht, ich bin begeistert.

In den nächsten Tagen wird die Ankündigung auch auf meiner Homepage zu finden sein.

Und nicht nur die. Ganz nebenbei ist in der Zwischenzeit auch das Hörbuch von „Lilo und die Dubties“ fertig geworden. Seit einer Woche stapeln sich (stapelten sich – es sind nämlich von der ersten Auflage nur noch acht übrig) bei mir die CDs, die Dank Antje und Eva auch optisch ein herrlicher Augenschmaus sind. Allerdings – manche Fehler muss man mehrmals machen – gab es auch hier wieder einen Riesenschreckmoment für mich. Sowohl die Aufnahmen als auch die Grafiken waren gerade ans Presswerk gegangen, da fiel mir ein, dass ich nirgendwo vermerkt hatte, wer das Hörbuch eigentlich überhaupt erst möglich gemacht hatte – nämlich das Tonstudio „alias film und sprachtransfer“. Natürlich hatte die Produktion, als ich anrief, schon begonnen und war nicht mehr zu stoppen. Antje rettet mich und entwarf flugs kleine Stickerchen, die ich jetzt ganz liebevoll auf jedes Hörbuch klebe, bevor ich es versende.

Nun bin ich aber auch echt urlaubsreif. Zum Glück wohne ich hier im Paradies und habe Kinder, die mich nötigen, jeden Tag in den See springen…

Das habe ich übrigens auch getan, bevor ich Herbert Köfer interviewt habe. Kennt ihr Herbert Köfer? Und „Rentner haben niemals Zeit“? Fünf Jahre war ich alt als die ersten Teile dieser tollen DDR-Vorabend-Serie gedreht wurden. Herbert Köfer – alias der Rentner Paul Schmidt- war schon damals ein alter Mann für mich. Rentner eben. Inzwischen sind 32 Jahre vergangen und Herbert Köfer, denkt überhaupt nicht daran, im wirklichen Leben auch Rentner zu werden. Mit 98 Jahren steht er noch immer quicklebendig und schauspielerisch wirklich grandios auf der Bühne. Für mein neues Buch über Menschen, die auf die 100 zugehen, habe ich ihn Anfang Juni bei 33 Grad in Beelitz interviewt. Bei zwei Stunden Anfahrt ohne Klimaanlage war der Neuseddiner See am Rande des Weges meine Rettung und ich für das Gespräch mit Herbert Köfer herrlich erfrischt. Es ist ein ganz besonderes Gespräch geworden, ein ganz anderes als die Gespräche, die ich mit anderen fast 100jährigen geführt habe… Nach meinem Urlaub werde ich intensiv daran arbeiten. Es soll das nächste Buch werden, das erscheint. Sofern Lilo nicht noch einen Spurt einlegt und Herbert Köfer und Co. mit ihrem zweiten Teil – Lilo und die Dubties in der Schule – überholt.

Ihr seht, es bleibt spannend.

Und wird es auch jetzt gleich noch mal. Meine große Tochter greift gerade in  den Lostopf mit den Namen meiner emsigen Unterstützer… Lieber Gottfried Schröter, du hast gewonnen und du bekommst „Lilo und die Dubties“ als Hörbuch.

 

Vielleicht schon morgen (Freitag, 28. Juni 2019) und ganz persönlich? Um 16 Uhr lese ich im Kunsthandwerkerhof in Thomsdorf aus meinen „Weg“en.  Gottfried und ihr alle seid herzlich willkommen.

Bis vielleicht ganz gleich,

eure

Doreen Mechsner.

PS: Heute mit gedruckter Unterschrift – meine rechte Hand Vanessa urlaubt heute und mein PC macht nicht alles, was ich will.

 

Werkstattbericht, 03. Mai 2019

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Liebe Freunde des umland verlags,
gestern sagte meine echte Lilo wieder einen jener Sätze, die mich immer tief
beeindrucken, wenn sie von meinem gerade erst neun Jahre alt gewordenen
Nesthäkchen kommen. Lilo also saß hinter mir im Auto. Ich hatte sie schon einige Zeit im
Rückspiegel beobachtet. Sie saß da und guckte so vor sich hin, wie sie immer guckt, wenn
sie schwerwiegende Gedanken wälzt. Ich fragte mich gerade, was sie wohl denken
würde, als sie unvermittelt sagte: „Mama, ich denke gerade über meine Zukunft nach.“
Und dann erzählte sie mir, worüber sie konkret nachdachte.
Jetzt seid ihr sicher neugierig, aber nein, ich verrate es euch nicht. Nur so viel, es ging
schon sehr weit in die Zukunft. Und war so durchdacht. Ich war mal wieder beeindruckt,
wie weise unsere Kinder doch sind. Also nicht nur meine. Vor zehn Jahren schon habe ich
begonnen, Kinder zu interviewen, zu ihren Vorstellungen vom Leben, zu ihren
Erfahrungen – sie erzählten mir von ihren Traumwelten und davon, was sie alles anders
machen würden – es klang alles so richtig und wichtig.
Und dann laufe und fahre ich durch die Gegend und sehe Menschen, große, dicke, dünne,
kleine, junge, alte und denke, hey, die waren alle mal Kinder. Ich finde das so enorm,
dieses Wachsen und Werden. Später dann sitze ich in Weißensee im Wohnzimmer von
Rosa. Sie ist 97 Jahre alt und erzählt mir aus ihrem Leben. Dabei glänzen ihre Augen und
sie ist so fit und jung und schlau. Mit Rosa habe ich mich über Hirnforschung unterhalten
und über Yoga und indische Weisheitslehre. Und natürlich auch: über die Zukunft. Die bei
Rosa wesentlich kürzer sein dürfte (und in diesem Fall darf ich auch sagen: sollte) als bei
Lilo. Dabei hat Rosa noch lange keine Lust zu gehen. Weil sie sehen will, wie sich alles
entwickelt. Die Politik und die Gesellschaft und überhaupt. Sieben fast Hundertjährige
habe ich inzwischen interviewt. Die nächsten Termine sind schon vereinbart. Ich bin ganz
beglückt, dieses Buchprojekt begonnen zu haben. Ich finde es so wichtig, diese unsere
Alten zu Wort kommen zu lassen. Einfach, indem sie aus ihrem Leben erzählen. Ihre
Erfahrungen, ihre Erlebnisse, die Steine, die auf ihrem Weg lagen, haben sie so weise
gemacht. Anders, aber irgendwie auch ähnlich weise, wie es unsere Kinder sind, wie wir
es und auch wie die Alten es als Kinder schon einmal waren.
Ich habe hier eine Freundin, Alma. Sie ist 14 Jahre alt und macht sich unglaublich viele
und unglaublich spannende Gedanken darüber, warum wir eigentlich hier sind, weshalb
wir ticken, wie wir ticken, die einen anders als die anderen und wo es mit uns hingehen
wird oder besser gehen sollte. Mir macht es wahnsinnig viel Spaß mit ihr zu
philosophieren… In letzter Zeit denke ich, da müsste ich doch ein Buch draus machen.
Aber Halt! Vorerst bleibe ich – Schuster – bei den Leisten, mit denen ich mich gerade
beschäftige. Gestern habe ich lose meine erste Lesung für das Buch mit den fast
Hundertjährigen vereinbart. Im Januar/Februar soll diese stattfinden – in der
Buchhandlung Wandlitz. Neben „meiner“ Prenzlauer Buchhandlung ist der Wandlitzer
Buchladen mein größter Verkäufer. Nach vier Tagen Ostsee-Urlaub hoffe ich, dass der
Usedomer Buchhandel schnell aufholen wird. Gleich drei Buchläden – Ahlbeck, Bansin
und Zinnowitz – haben meine Bücher jetzt im Sortiment.
Auf der Fahrt nach Usedom habe ich einen Podcast mit Jan-Philip Sendker gehört. Ich
liebe seine Bücher. Um so gespannter war ich, von seinem Werdegang zu hören. Zehn
Jahre hat es gedauert, bis er auf der Bestsellerliste stand. Sein (zugegebenermaßen sehr
langwieriges) Erfolgsrezept: Mund-zu-Mund-Propaganda. Ich bin sehr gewillt, wenn auch
bitte schneller, den gleichen Weg zu gehen. Wenn ihr mir dabei helfen wollt, wäre es
spitze, wenn ihr in den Buchläden eures Vertrauens fragen würdet, ob sie Lust hätten,
meine Bücher in ihr Sortiment aufzunehmen. Bei Interesse würde ich dann direkten
Kontakt zum jeweiligen Laden aufnehmen – vielleicht springt ja auch gleich noch eine
Lesung bei euch um die Ecke heraus. Egal, wo im deutschsprachigen Raum diese Ecke
auch sein mag.
Und weil ich selber gerne unterstütze, mache ich gleich noch Mund-zu-Mund-Propaganda
für ein Buch, das ich gerade verschlungen habe. Die ehemalige Mitschülerin einer 70-
jährigen Patientin meines Mannes hat es geschrieben – sechs Monate lag es auf meinem
Nachttisch, bevor ich es vorsichtig versuchte und nicht mehr weglegen konnte. Vera
Studier: Wie lange dauern tausend Jahre – ist meine Empfehlung für euch.
Nun zurück zu meinen Leisten. Ihr habt es möglich gemacht. Mein Crowdfunding zu „Lilo
und den Dubties“ als Hörbuch war erfolgreich. Habt riesengroßen Dank dafür! Inzwischen
ist das Dubtie-Abenteuer eingelesen. Erscheinen werden sie jedoch nicht wie
angekündigt jetzt, sondern erst im Juni. Sowohl der Tonmeister als auch die Grafikerin
haben gerade Land unter. Sie hätten sich den Stress gemacht, für mich in Nachtschichten
jetzt schnell alles fertig zu machen. Aber das will ich nicht. Oft genug bin ich selbst über
meine eigenen Grenzen gegangen, um irgendwas vermeintlich Unaufschiebbares fertig zu
bekommen. Nun im Alter bin ich zu der Einsicht gelangt: Wenn ich es erst morgen mache,
passiert auch nichts. Jedenfalls möchte ich nicht, dass Leute, die die Umsetzung meiner
Projekte erst möglich machen, sich dafür aufbrauchen. Ich hoffe, ihr habt dafür
Verständnis und danke euch für eure Geduld.
Lüften kann ich aber schon die Entscheidung um das Cover. Es gab ein ganz eindeutiges
Votum für die helle Variante. Unter all denjenigen, und das waren sehr viele, die
abgestimmt haben, habe ich Stefanie Vietz als Gewinnerin eines Häkeldubties ausgelost.
Und weil es so schön ist, andere zu überraschen, gibt es auch noch einen Lostopf für die
Unterstützer des Crowdfundings. Er steht direkt neben mir, ich greife jetzt hinein… And
the winner is: Uli Meyer.
Uli Meyer kenne ich bereits seit 25 Jahren. Er ist der Macher der Deutschen Hockey
Zeitung und hat im Dezember einen ganz liebevollen Artikel über mich geschrieben
(nachzulesen unter: www.umland-verlag.de). Uli – herzlichen Glückwunsch! Zum ersten
von mir selbst gestalteten umland-Becher. Eigens dafür war ich gestern in Berlin in einem
Paint-your-style-Keramikladen und habe eineinhalb Stunden hingebungsvoll gemalt.
Dabei bin ich auf den Geschmack gekommen, so dass es wohl auch künftig immer mal
handbemalte Keramik für umland-Unterstützer geben wird. Vielleicht beim nächsten Mal
schon mit Illustrationen aus meinem Kinderbuch „Wackelzahn und Zuckertüte“, für das
ich im Mai ganz emsig malen werde.
Für mich heißt es also: Pinsel frei!
Euch wünsche ich einen wonnigen Mai,
seid herzlich gegrüßt, eure

Messe-Werkstattbericht 22. März 2019

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Liebe Freunde des umland verlags,

dieses Mal waren es nicht die Dubties. Definitiv nicht. Da bin ich mir ganz sicher. Dieses Mal war es vermutlich Mieze – unsere Katze. Aber ähnlich wie die Dubties wird auch sie nur in guter Absicht gehandelt haben. Ja mehr noch, ich glaube, eigentlich wollte sie mir nur einen Messeglücksbringer mit auf den Weg geben. Dieser war mausgrau und mausetot und fiel gestern, als ich gerade dabei war, mich messefein zu machen aus meinem Hosenbein. Ich habe einmal laut gekreischt, wie wohl fast alle Frauen kreischen, wenn ihnen eine tote  Maus aus dem Hosenbein fällt, danach aber sofort überlegt, wie ich diese groteske Situation literarisch verarbeiten kann… Lasst euch überraschen…

Glück hat Miezis Glücksbringer auf jeden Fall gebracht. Wir hatten bereits mehrere großartige Begegnungen auf der Messe, tolle Gespräche, Vernetzungen und sogar schon das ZDF am Stand. Wir sind erschöpft, aber auch voller Lust auf die kommenden zwei Tage…

In den Standpausen, die sich meine rechte (und manchmal linke) Hand Vanessa Groß und ich wechselnd gönnen, arbeiten wir weiter an unseren Projekten. Ich spinne weiter an Lilo und die Dubties  in der Schule und Vanessa transkribiert meine  Interviews mit den fast 100-Jähringen UND hat unsere nächste CROWDFUNDINGAKTION ins Rollen gebracht.

Wenn ihr Interesse am Hörbuch zu „Lilo und die Dubties. Rambazamba im Hühnerhaus“ habt, könnt ihr uns unterstützen, indem ihr die CD jetzt bereits bei www.startnext.com/lilo-und-die-dubties-alshoerb erwerbt und damit die Produktion erst möglich macht. Außerdem gibt es wieder Postkarten, Ausmalbilder oder ein Lesungen als Dankeschöns.

Solltet ihr heute oder morgen in Leipzig vorbeischauen wollen, lese ich dort auch gerne nur für euch – Halle 5/Stand F113,

bis vielleicht gleich,

liebe Grüße

Doreen Mechsner.

Werkstattbericht, 13. März 2019

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Liebe Freunde des umland verlags,

ich muss euch etwas verraten. Lilo, also die echte Lilo, meine Jüngste, hat gebeichtet. Allerdings weiß ich nicht, was ich von dieser Beichte halten soll. Und zwar hat Lilo behauptet, die Dubties gäbe es überhaupt nicht. Alles, von dem wir fest überzeugt waren, die Dubties seien es gewesen, will unsere Lilo gemacht haben. Die ganzen Lilos an der Wand, sagt Lilo, hätte sie gemalt. Und auch die Lilos auf ihrem schönen Holzbett und die Malerei auf der Heizung in der alten Wohnung, die Scherenschnittmuster im T-Shirt, die Zahnpasta auf der Türklinke, der zugeklebte Toilettendeckel – alles will unsere Lilo gewesen sein. „Weil“, sagt sie, „ich Langeweile hatte.“ Ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll. Das kann sie doch nicht machen. Mir und uns unsere Dubties wegnehmen. Auweia, meine Nichte Frieda darf das nicht erfahren. Und schon gar nicht ihre Eltern. Nachher glauben die noch, alles, was bei ihnen zu Hause an Unsinnigkeiten geschieht, sei Friedas Werk. Und ich sag euch, da geschieht viel. Und dann bekommt Frieda Ärger. Nein, das kann ich nicht zulassen. Was mache ich nur?

Ich habe eine Idee. Momentan sind Silke und Caro dabei, meine Homepage ein bisschen frischer zu machen. Wenn die beiden so weit sind, wird es möglich sein, dass meine Leser selber Kommentare auf die Seite setzen können. Da wäre es doch großartig, wenn der eine oder andere von euch, bei dem die Dubties auch schon mal waren, erzählt, was die bei euch angestellt haben. Haha, dann bin ich gespannt, was meine Lilo sagen wird. Im Moment will sie mir einfach nicht glauben, dass es die Dubties gibt. Dabei passieren bei uns immer noch Sachen, die Lilo gar nicht gewesen sein kann… Mhm. Aber nein, ich verrate nichts. Noch nicht. Sonst habt ihr nachher womöglich keine Lust mehr, Lilo und die Dubties Teil II zu lesen. Da bin ich nämlich gerade dran. Jeden Tag geht es ein kleines bisschen voran. Naja, fast jeden. Es gibt leider immer noch so viele andere Sachen zu tun. Manche sind ganz schön, andere, naja, die müssen halt gemacht werden.

Zur Zeit zum Beispiel, da laufen die Vorbereitungen für die Leipziger Buchmesse auf Hochtouren. Es muss alles organisiert sein, nichts darf vergessen werden. Es muss schick aussehen und ein bisschen aus dem Rahmen fallen. Schließlich wollen wir einen Akzent setzen zwischen all den anderen hunderttausend Ausstellern. Ab nächsten Donnerstag werden wir – meine rechte (und manchmal auch linke) Hand Vanessa Groß und ich – vier Tage lang auf 2+2 Metern in Messehalle 5 zu Hause sein. Mit Felix Kaden vom Tinx-Verlag  teilen wir uns unser Messeständchen. „Meine“ Grafikerin Antje „bastelt“ gerade noch an neuen Postkarten, Vanessa erstellt Barcodelisten und managt den ganzen organisatorischen Kram. Ich trage Regale, Kisten, Stühle, Lichterketten, Postkartenleine, Klebeband und all das, was als Improvisationsmaterial in Frage kommt, zusammen. Unser für die Messe geplantes Hörbuch von Lilo und den Dubties wird es allerdings erst Ende April/Anfang Mai geben. Eine erste Aufnahme entsprach nicht meiner Qualitätsvorstellung, so dass ich nach der Messe noch einmal ins Studio gehen werde. Leider ist es mir, trotz halbintensiver Suche, bisher noch nicht gelungen, einen Mäzen für den umland verlag zu finden. Deshalb habe ich mich entschlossen, auch dem Hörbuch durch eine Crowdfunding-Aktion auf die Beine zu helfen. Diese planen wir pünktlich zur Messe zu starten. Im Grunde läuft es wieder darauf hinaus, dass Interessenten am Hörbuch dieses über die Crowdfunding-Plattform www.startnext.de bereits vor seinem Erscheinen kaufen können und damit die Produktion ermöglichen. Wer von euch „Lilo und die Dubties“ also gerne einmal oder zweimal oder dreimal oder vielmal vorgelesen haben möchte, kann mit Messebeginn unser Crowdfunding unterstützen. Sobald die Aktion online ist, informiere ich euch per Mail.

Damit nicht genug, juckt es mich auch schon seit geraumer Zeit, endlich NEUE Bücher auf den Markt zu bringen. Zwei Kinderbücher sind bis auf die Illustrationen fertig. Im Juli soll das erste davon – Wackelzahn und Zuckertüte – erscheinen. Parallel dazu arbeite ich an einem Interviewbuch über fast 100-Jährige. Nachdem mir die ersten fünf fast 100-Jährigen quasi zugeflogen sind, stagniert es nun ein bisschen. Daher wäre es klasse, wenn ihr, sofern ihr jemanden kennt, der die 95 überschritten hat und geistig fit ist und der dann auch noch Lust hat, mir für mein Buch aus seinem Leben zu erzählen, einen Tipp geben oder noch besser einen Kontakt herstellen könntet.

Außerdem bin ich nach wie vor dankbar, wenn ihr mir Einrichtungen empfehlen könnt, die eventuell Interesse an einer Lesung meiner „Wege“ oder der „Dubties“ haben. Noch besser wäre – so meine Erfahrung – eine direkte Vermittlung.

Auch über Amazon-Bewertungen freue ich mich weiterhin.

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Der umland verlag ist ein kleiner Verlag. Ich habe den umland verlag vor eineinhalb Jahren gegründet, weil ich einen großen Traum hatte und diesen unbedingt verwirklichen wollte. Mit meinen 46 Lebensjahren habe ich gelernt, dass Träume wirklich in Erfüllung gehen können. Wenn man nur fest genug daran glaubt, dann (mitunter einfach) macht und immer tolle Menschen findet, die aktiv mitträumen. Ich habe das große Glück, von ganz vielen solcher Mitträumer umgeben zu sein (auch wenn einige davon zunächst skeptisch waren). Wer mich kennt, weiß, dass ich nicht nur gerne nehme, sondern fast noch lieber gebe. Das war mein Beweggrund, im letzten Werkstattbericht anzukündigen, dass ich künftig mit jedem Werkstattbericht aus einem Lostopf (in dem ich Zettelchen mit den Namen meiner Unterstützer sammle) ein Zettelchen ziehen und demjenigen, dessen Name darauf steht ein kleines umland-Dankeschön zukommen lassen  werde. Soeben habe ich das erste Mal gezogen…

Silke Scholz wird in den nächsten Tagen eines unserer eigens für die Leipziger Buchmesse angefertigten umland-verlags-T-Shirts erhalten.

 

Vielleicht sehen wir uns auf der Buchmesse – seid herzlich gegrüßt,

eure Doreen Mechsner.

Werkstattbericht, 23.12.2018

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Liebe Freunde des umland verlags,

 

meine Mutter ist eine sehr pflichtbewusste Oma. Wenn ihr ihre Enkel anvertraut werden, tut sie alles, um sowohl die Enkel als auch ihre Töchter, also mich und meine Schwester, glücklich zu machen. Das heißt konkret, die Enkel bekommen bei ihr mehr, okay, sagen wir viel mehr Eis und Schokolade als zu Hause und nehmen diese Extraportionen vorzugsweise, und auch das anders als zu Hause, vor einem flimmernden Kasten zu sich. Das macht die Enkel definitiv glücklich. Nebenbei malt Oma, die von sich behauptet, gar nicht malen zu können, die schönsten Landschaftsbilder mit den Enkeln, bringt ihnen die Gartenarbeit nahe und begeistert sie fürs Sticken. Das macht, na klar, wieder die Enkel, aber auch uns Töchter sehr glücklich. Und natürlich meine Mutter. Denn wenn wir glücklich sind, ist auch sie glücklich.

Daher gibt es für sie (fast) nichts Schlimmeres, als wenn beim Glücklichmachen etwas schiefgeht. Unlängst passierte aber genau das. Während der Glücklichmachzeit meiner Nichte Frieda entdeckte meine Mutter unter ihrem Couchtisch plötzlich ein Büschel strohblonder ziemlich langer Haare. Da mein Vater sehr, sehr kurze silberne Haare hat und meine Mutter zwar etwas längere, aber rotbraun-gefärbte, musste das gefundene Büschel schönster blonder Haare eindeutig meiner Nichte Frieda zugeordnet werden. Ein Kontrollblick auf Friedas Kopf bestätigte die Vermutung. Nun muss man wissen, meiner Schwester sind die Haare meiner Nichten heilig. Seit die Kinder so etwas wie Haarwuchs haben, werden sie regelmäßig vom Friseur onduliert – Laien haben Berührungsverbot. Gut, hin und wieder durfte ich auch schon einen Zopf machen – aber ihr versteht, um der Spannung willen muss ich ein bisschen dicker auftragen. Nun lag also diese dicke Locke unter dem Tisch und fehlte, gut erkennbar, auf Friedas Kopf. Meine Mutter erfasste sogleich: Kaschieren war unmöglich. Was sollte sie tun? Sie machte, was auch jedes Kind sofort tun würde: Sie suchte den Schuldigen. „Frieda“, fragte sie mit ernster Stimme und noch ersterem Blick, „warst du das?“ Nun muss man wissen, Frieda ist fünf Jahre alt und das jüngste von Mamas Enkelkindern. Allerdings trägt sie die Überzeugungskraft einer 80-jährigen in sich. Mit dieser erwiderte sie nun also sehr unschuldig Omas Blick und versicherte: „Ich war es nicht.“

Meine Mutter glaubte ihr (kein bisschen). Aber was sollte sie machen? Ein Kind der Lüge bezichtigen? Die verbleibende Stunde bis zum Auftauchen meiner Schwester zermarterte sie sich den Kopf, wie die Eskalation zu vermeiden war. Just in dem Moment, in dem die Klingel schrillte, hatte sie die Lösung. Sie hatte die Tür noch nicht richtig aufgerissen, da rief sie schon: „Wir waren es nicht. Es waren die Dubties!“

Meine Schwester ist eine kluge Frau. Nachdem sie sich in einem doppelten Redeschwall alles angehört hatte – erst berichtete meine Mutter sehr schnell und sehr lang und dann Frieda, sehr ausufernd – fragte sie: „Habt ihr Doreen Bescheid gesagt?“ Meine Mutter und Frieda hatten mit allem gerechnet. Vor allem mit einer Schimpftirade. Schließlich lagen Friedas heilige Haare auf dem Teppich. Aber was machte meine Schwester? Die wollte wissen, ob ich schon Bescheid wüsste. „Wieso sollten wir Doreen anrufen?“, fragte meine Mutter verunsichert. „Na man, die sucht doch die Dubties. Für den zweiten Teil von Lilo und den Dubties. Wir müssen ihr sagen, dass sie hier sind.“

Meine Mutter griff zum Hörer. Und war glücklich. Zwar fehlten Frieda eine stattliche Zahl Haare, aber meine Schwester war nicht sauer und ich den Dubties wieder auf der Spur. Jeden Tag komme ich Ihnen ein Stückchen näher. Und mit mir Lilo. Am vergangenen Donnerstag hatten wir sie gerade fast erwischt, da klingelte mein Telefon. Dran war Jana. Jana war unlängst auf einer meiner Lesungen, hatte meine „Wege“ gekauft, inzwischen gelesen und brauchte nun ganz dringend noch pünktlich zu Weihnachten zwei Exemplare zum Verschenken. Da die Berliner Buchläden, die ich auf Vorrat versorgt hatte, blank waren, belud ich mein Auto und düste am Freitag nach Pankow, um Nachschub zu bringen. Gerade als ich fertig war, bimmelte erneut mein Handy. Auch der Buchhändlerin aus Wandlitz waren meine „Wege“ ausgegangen. Zum Glück hatte ich ein paar mehr Bücher eingeladen. Nach einem kleinen Schlenker auf dem Nachhauseweg waren dann auch die weg und eine Buchhändlerin sehr, sehr glücklich, weil sie wiederum eine Kundin glücklich machen konnte. Nebenbei hatte sie auch noch mich glücklich gemacht, mit nur einem einzigen kleinen Satz, der da lautete: „Ihre ‚Wege‘ scheinen sich rumzusprechen!“ Yeahhh, dachte ich mir und ballte in mir drin die Becker-Faust. Ich bin auf dem richtigen Weg. Wenn ich dem Verleger glauben darf, der mir erst kürzlich verriet, dass der Erfolg eines Buches von Mund-zu-Mund-Propaganda abhänge. Genau auf diese Mund-zu-Mund-Propaganda habe ich die ganzen letzten Monate hingearbeitet. Und ganz viele von euch mit mir. Habt ihr mal auf meiner umland-Seite die Liste meiner Termine für Lesungen gesehen? Lediglich zwei davon habe ich selbst initiiert. Alle anderen habt ihr für mich auf den Weg gebracht. Etliche Buchläden ordern bei mir meine Bücher. Die ersten davon fragen nun ebenfalls Lesungen an. Es ist so schön, zu erleben, wie ein Rädchen ins andere greift. Wie beispielsweise Julia ins Pankebuch rennt, dort meine „Wege“ bestellt, als diese kommen, ins Schwärmen gerät und empfiehlt, doch gleich noch ein paar mehr zu ordern. Diese Wege werden gekauft (ob von Julia oder ihren Freundinnen habe ich lieber nicht hinterfragt), die Macherin vom Pankebuch reagiert und nun werde ich am 3. April dort lesen. Ein anderes Beispiel ist Erika. Für ihre Wandergruppe kaufte sie eine Lesung, diese fand im Sportmuseum in Berlin-Marzahn statt. Der Chef des Hauses Wolfgang Turowski konnte aus terminlichen Gründen nicht dabei sein. Irgendwer muss ihm aber so vorgeschwärmt haben, dass er mich bat, zur Weihnachtsfeier des Hauses zu lesen. Das war toll. Der ehemalige „Medizin-nach-Noten-Mann“ Karl-Heinz Wendorff, dem ich als Kind öfter nachgeturnt hatte, sagte mich ganz feierlich und sehr blumig an und anschließend plauderte ich mit Olympiasiegerinnen, die um meine Geburt herum auf ihrem sportlichen Zenit waren. Vor zwei Tagen rief mich Wolfgang Turowski erneut an. Im neuen Jahr, so versprach er, wolle er mit mir zusammen was ganz Großes machen. Ich bin gespannt, was das wird. Ganz konkret was Großes haben meine Freunde Jette und Oli für mich organisiert. Anlässlich Jettes Geburtstag werde ich im „Theater unterm Dach“ im Prenzlauer Berg direkt neben „meinem“ Hockeyplatz lesen.

Julia, Erika, Jette und Oli, immer wieder gab es Menschen, denen ich in meinen Werkstattberichten noch einmal ganz offiziell und besonders danken wollte. Das möchte ich auch weiterhin so handhaben. Angeregt durch meine Adventssonntagstürchen-Aktion, die sich großer Beliebtheit erfreut hat, habe ich mir für das kommende Jahr allerdings noch etwas Neues einfallen lassen, um meinen Unterstützern zu danken. Ihr müsst wissen: Ich liebe Überraschungen. Einmal liebe ich es, wenn ich selbst überrascht werde, fast mehr aber noch liebe ich es, wenn ich andere überraschen kann. Deshalb möchte ich im neuen Jahr einen Los-Topf kreieren, in den jeder kommt (also der Name eines jeden), der entweder besonders viele Neuleser, Neubesteller für den umland verlag gewonnen hat oder aber eine Lesung für mich initiiert hat. Natürlich kommt auch jeder hinein, der meine Bücher in die Zeitung, ins Radio oder Fernsehen bringt. Theater und Kinoleinwand zählen selbstverständlich auch :-). An Preisen wird es, wie jetzt im Advent, meine Bücher, Häkel-Dubties sowie handgetöpferte Umland-verlags-Becher geben und alles, was mir sonst noch so einfällt. Und hoffentlich ein großes Glücksgefühl – wie zuletzt bei Cornelia Peters, der ersten Adventssonntagstürchengewinnerin. Sie schrieb mir, dass sie NOCH NIE zuvor bei einem Gewinnspiel etwas gewonnen hatte. Nun teilt sich der gewonnene Regenbogendubtie die Couch mit dem Familienkater und Cornelias Söhne warten ungeduldig darauf, dass endlich einmal Unfug geschieht. Zum Glück haben Cornelias Jungs kurze Haare. Dem Dubtie, da bin ich mir sicher, wird aber gewiss etwas, womöglich noch besseres, einfallen. Wenn nicht mehr im alten, dann garantiert im neuen Jahr.

 

Möge es für uns alle ein gesundes, friedliches, glückliches und erfolgreiches werden.

Seid herzlich gegrüßt von

 

 

 

Doreen Mechsner

Werkstattbericht, 28.11.2018

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Liebe Freunde des umland verlags,

 

vor fast genau einem Jahr habe ich meinen ersten umland-Brief in Umlauf gebracht. Es war der 4. Dezember 2017. Damals schrieb ich meinem nächsten Freundes-, Verwandten- und Bekanntenkreis, dass ich einen Verlag, den umland verlag, gegründet hatte und im April meine ersten beiden Bücher herausbringen wollte. Dafür benötigte ich Startkapital. Ich finde es bis heute unglaublich, was allein in diesem kleinen, großen Kreis möglich gemacht wurde und wie toll ihr mich und den Verlag unterstützt und die ersten beiden Bücher mit angeschoben habt. Inzwischen ist die Taschenbuchauflage der „Wege“ vergriffen und die Nachauflage hockt in den Startlöchern beziehungsweise wartet in der Druckerei.

Es war schon fast so lange ich denken kann mein Traum, irgendwann Schriftstellerin zu werden. Ich musste ganz schön lange träumen, aber nun bin ich es tatsächlich – und überglücklich. Nebenbei bin ich auch gleich noch Verlegerin geworden. Das war nie mein Plan. Eher ein Nebenprodukt. Wer mich kennt, weiß, dass ich mich ohne groß zu planen oder zu rechnen in dieses Abenteuer gestürzt habe. Zum Glück. Hätte ich gerechnet, hätte ich es vielleicht nie gewagt. Zum Glück habe ich mich auch nicht erkundigt, wie es um den Buchmarkt steht und zum Glück habe ich nicht gewusst, wie ich Auflagen und Gewinnchancen berechnen kann.

Inzwischen bin ich um einiges schlauer, habe einiges Lehrgeld zahlen müssen, lerne ständig learning-by-doing Dinge, die ich nie können wollte, und weiß nun, ich brauche einen langen Atem. Als Hockeyspielerin und Lebensoptimistin habe ich den glücklicherweise. Außerdem brauche ich weiterhin Anschubhilfe. Deshalb habe ich, um die Nachauflage der „Wege“ drucken zu können, erneut eine Crowdfunding-Aktion gestartet. Dieses Mal, um ein größeres Publikum zu erreichen, auf der größten deutschen Crowdfundingplattform – bei startnext unter dem Link: https://www.startnext.com/buch-wege-auf-18-pfaden-unterw

Genau 13 Tage bleiben mir noch, um die als Fundingziel angegebenen 2200€ Druckkosten zu erreichen. Bislang stehe ich dank 16 Unterstützern bei 637€. Es fehlt also noch einiges. Auf der BuchBerlin, auf der ich mich mit dem umland verlag am vergangenen Wochenende erstmals präsentiert habe, habe ich viele Flyer verteilt und etliche Fans gewonnen. Ich poste ganz fleißig auf Facebook und neuerdings auch auf Instagram (das ich erst mal begreifen muss – Danke Nicole für deine Lehrstunden aus der Ferne), um mich zu vernetzen und meine Bücher bekannt zu machen. Doch das langt im Moment noch nicht. Ein befreundeter Kollege verriet mir kürzlich: „Wenn du keinen großen Verlag hinter dir hast, bist du auf Mund-zu-Mund-Propaganda angewiesen.“ Bei Jan-Philipp Sendker, einem Autor, dessen Bücher mich unglaublich berühren, hat es zehn Jahre gedauert. Ich bin gewillt, es schneller zu schaffen. Ein ganz wichtiger Schritt ist mir heute geglückt: Am Donnerstag kommt eine Radiojournalistin vom RBB, um pünktlich zu meiner ersten Lesung in der Uckermark (am 7. Dezember, 19 Uhr im Kleinen Theater in Prenzlau) einen Beitrag über mich zu schneidern. Zusätzlich möchte ich euch noch einmal um Hilfe bitten, als Multiplikatoren für mich tätig zu werden. Konkret möchte ich euch bitten, in euren Freundes- und Bekanntenkreisen möglichst mit wohlwollenden Worten auf meine Bücher, den umland verlag und meine Crowdfundingaktion aufmerksam zu machen. Gerade zu Weihnachten sind die „Wege“, die neben anderen Dankeschöns über das Crowdfunding zu erwerben sind, für den einen oder anderen sicher eine gute Geschenkidee. Habt ganz herzlichen Dank!

Im Gegenzug könnt ihr euch mit ein bisschen Glück an den Adventssonntagen auch von mir beschenken lassen. An jedem Adventssonntag werde ich einen kleines umland-Präsent verlosen. Mitmachen können alle, die mir eine Mail mit dem Kennwort ‚Advent‘ schicken oder meinen Beitrag zur Adventsverlosung auf Facebook oder Instagram liken. Den ersten Post werde ich morgen einstellen, alle weiteren jeweils am Montag. Außerdem werde ich montags einen Mini-Werkstattbericht verschicken, in dem ich verrate, welches Geschenk euch am nächsten Türchentag erwartet. So habt ihr immer eine Woche lang Zeit, am umland-Adventskalender teilzunehmen. Einsendeschluss ist jeweils der Adventssonntag um 24 Uhr. Den Gewinner werde ich montags im Mini-Werkstattbericht per E-Mail und auf meiner Homepage www.umland-verlag.de verkünden.

Los geht es am kommenden Sonntag, dem ersten Advent mit einem Häkeldubtie.

Wer eine fünfte Chance nutzen möchte: Das Berliner Himbeer-Magazin (https://berlinmitkind.de/) kreiert ebenfalls einen Adventskalender – durch alle Adventstage hindurch gibt es tolle Überraschungen zu gewinnen. Die tollste versteckt sich hinter dem 12. Türchen. Wer dieses Türchen gewinnt, darf sich auf eine Lesung aus den „Dubties“ freuen, natürlich original vorgetragen und mitgelebt von mir, an einem Ort der Wahl des Gewinners. Aber auch an den anderen Tagen lohnt sich das Mitmachen. Denn von meiner Pressesprecherin und Freundin Anke weiß ich, dass sie ein Wochenende in meinem Lieblingsurlaubsdomizil, nämlich ihrem Apfelgarten auf Usedom, als Türchenüberraschung verschenkt.

Liebe umland-Freunde, kommt gut in und durch die spannende Adventszeit, die ja immer ein bisschen schneller und hektischer zu sein scheint. Mein Tipp: Wenn es zu rasant wird, haltet inne und denkt daran, die Zeit kann nicht rennen, rennen können immer nur wir. Um uns ein bisschen auszubremsen, hilft häufig ein gutes Buch. Wo ihr ein solches findet, wisst ihr ja… https://www.startnext.com/buch-wege-auf-18-pfaden-unterw

 

Seid ganz herzlich gegrüßt und habt vielen Dank für eure riesengroße Unterstützung im ersten umland-Jahr,

eure

Doreen.

Werkstattbericht, 05.11.2018

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Liebe Freunde des umland verlags,

 

in dieser Woche stand ich drei Mal auf dem Feld, auf dem meine Schwester das tolle Foto für das Coverbild meiner „Wege“ geschossen hat. Und auch dieses Mal ging es darum, das richtige Foto, nee richtiger: die richtige Abfolge ganz vieler Fotos in die Kamera zu bannen. Halleluja, war das ein Akt. Zwischendurch hätte ich am liebsten hingeschmissen. Immer und immer wieder musste ich der Kamera, hinter der mein geduldiger Falk stand, entgegenflanieren, nett ausschauen, lächeln und erzählen, warum ich das Ganze hier mache. Natürlich verhaspelte ich mich etliche Male, natürlich surrte der Ton, natürlich wackelte auch mal die Kamera, dann rauschte der Wind, dann hielt ich das Buch nicht richtig, dann wedelten die Haare ins Gesicht, dann hatte Falk vergessen abzudrücken – och, ich sag euch… und eisekalt war es auch noch. Am Laptop stellten wir fest, dass das Wetter echt zu trüb war und die Aufnahme damit viel zu düster rüberkam. Als das Wetter zwei Tage später dann stimmte, knarzte das Diktiergerät. Logischerweise stellten wir das erst fest, als Falk den Film zusammenschneiden wollte. Also ging es am nächsten Tag noch mal raus.

Nun ist es ein netter kleiner Film geworden, dem man deutlich ansieht, dass ihn Laien gemacht haben. Aber es geht ja um die Botschaft – und die, denke ich, bringe ich ganz gut rüber.

Seid ihr jetzt neugierig geworden? Dann schaut euch den Film doch an! Ab dem 9. November läuft er auf www.startnext.de unter den Literaturprojekten – den genauen Link schicke ich euch zu, sobald der Film tatsächlich online ist.

Ein bisschen zum Hintergrund verrate ich euch aber schon jetzt: Die „Wege“ wollen und müssen sich vermehren. Warum? Na, weil sie vergriffen sind. Nach nur viereinhalb Monaten sind alle Taschenbücher der Erstauflage verkauft. Nun wartet die Druckerei auf den Startschuss für die Nachauflage.

Und die kostet Geld.

Wie die meisten von euch wissen, habe ich mich mit riesigem Enthusiasmus, aber ohne großartige Kalkulation in mein neues Berufsleben als Verlagsgründerin geschmissen. Dank eurer Spenden und Vorkäufe sowie großzügiger Darlehensgeber konnte ich meine ersten beiden Bücher drucken und von den bisherigen Einnahmen auch meine Mitarbeiter bezahlen. Inzwischen habe ich mich auch mit Kalkulation und den Gegebenheiten auf dem Markt beschäftigt. Meine Erkenntnis: Um mit meinen Büchern Geld zu verdienen, brauche ich einen langen Atem. Und zumindest in den ersten zwei Jahren wohl für jedes meiner Projekte (Bücher, Hörbücher, Podcast) finanzielle Unterstützung. Dafür habe ich nun im Internet auf einer richtigen Crowdfundingplattform meine „Wege“ platziert. Natürlich will ich auch hier nicht wieder einfach nur Geld geschenkt bekommen, sondern habe mir als Gegenleistungen tolle Dankeschöns überlegt. Schaut mal rauf auf die Seite – den Link dazu schicke ich euch, wie gesagt, in den nächsten Tagen. Diesen dürft ihr dann gerne wieder ganz, ganz weit streuen. Denn ohne eure Unterstützung geht es noch nicht.

Ganz wichtig noch: In der neuen Taschenbuchausgabe der „Wege“ sollte es keine Fehler mehr geben. Mein lieber Freund Steini hat sie alle korrigiert. Für nichts. An dieser Stelle möchte ich all denjenigen danken, die mich unterstützen, indem sie mir ihr Knowhow zur Verfügung stellen, ohne dafür bezahlt werden zu wollen beziehungsweise für ihre Arbeit viel weniger als den herkömmlichen Preis verlangen. Einfach, weil sie gut finden, was ich mache und wissen, dass Startup-Unternehmen Anschubhilfe benötigen. Speziell für die Wege danke ich hier meiner engsten Mitarbeiterin, sozusagen meinem zweiten Kopf Clara, dann unbedingt Anke, die mir mit Rat und Tat zur Seite steht, außerdem Silke, die mir viele neue Anregungen gegeben und mich mit Antje bekannt gemacht hat, die wiederum die tollen Dankeschöns für das Crowdfunding kreiert hat (zu sehen, ab Ende der Woche unter den Literaturprojekten bei startnext – Link folgt). Na und natürlich danke ich ganz dolle meinem alten Freund Steini, der die Fehler eliminiert hat, die so viele von euch erfolgreich gesucht und gefunden haben. Spitzenfinderin war dabei meine Mama, die nun, wie versprochen, als Dankeschön eine Hardcoverausgabe der „Wege“ geschenkt bekommt. Zusätzlich vergebe ich ein zweites Hardcover an Marie in Portugal. Sie hat all die komischen Fehler gefunden, die meiner Mama durch die Lappen gegangen sind. Danke euch beiden und allen anderen Suchern und Findern.

Und für all diejenigen, die, wie unser Freund und Superfehlerfinder Steffen, zu spät von dieser Aktion erfahren haben, rufe ich gleich einen neuen Wettbewerb aus. Schaut mal, ob sich in der neuen Ausgabe, die mit eurer Unterstützung Mitte Dezember erscheinen soll, doch noch Fehler versteckt haben! Wer die meisten findet, bekommt – nach eigener Wahl – entweder eine Hardcoverausgabe oder darf Gast in meinem Podcast sein oder erhält einen Häkeldubtie.

Und damit leite ich gleich mal über: Die (Häkel-)Dubties nämlich haben Nachwuchs bekommen! Dank Tante Erika gibt es sie jetzt auch in halber Größe. Wenn ihr sie sehen wollt, schaut unter www.facebook.de auf meine Lilo-und-die-Dubties-Seite oder kommt einfach zu einer meiner Lesungen, da habe ich sie immer mit dabei.

Und… Lesungen habe ich – auch wieder Dank meiner Freunde (Erika, Julia, Kathleen, Ronald, Manuela, Yvonne, Dierk) – in nächster Zeit noch einige. Die genauen Termine findet ihr unter: https://umland-verlag.de/termine/.
Am 24. und 25. November präsentieren Clara und ich unseren umland verlag erstmals auf einer Messe. Wenn ihr Lust habt, kommt vorbei auf der BuchBerlin (www.buchmesse-berlin.com).

Ihr seht, es ist ganz schön viel los. Zwischenzeitlich war es so viel, dass ich das Schreiben arg vernachlässigt habe. Inzwischen bin ich aber wieder dran. Im Moment beherrschen dabei eindeutig die Dubties meinen Kopf. Jeden Tag geht es mit ihnen und Lilo unter dem Arbeitstitel „Lilo und die Dubties in der Schule“ ein bisschen weiter. Nebenbei rumoren auch schon Teil drei und vier in meinem Kopf, in denen Hockey sowie ein Umzug Lilo und die Dubties auf Trab halten werden.

Parallel arbeite ich an zwei weiteren Interviewbüchern. Sollte jemand ganz, ganz alte Menschen kennen – ich suche Interviewpartner, die mindestens 95 Jahre alt sind – und bin da für jede Vermittlung dankbar.

Und wer von euch selbst auch einmal interviewt werden will, kann sich gerne als Gast für meinen demnächst erscheinenden Podcast bewerben.

Außerdem freue ich mich weiterhin über Bewertungen bei Amazon.

Habt vielen Dank. Bis ganz bald!

Seid herzlich gegrüßt von

Doreen Mechsner.

 

PS: Meine Unterstützerin Silke hat in diesem unglaublichen Bienenjahr Jahr von ihren Bienen ziemlich viele Gläser leckersten Uckermärkischen Honig produzieren lassen. Nun sucht sie kleine schnuckelige Läden, denen sie diesen Honig verkaufen kann. Sollte jemand von euch jemanden kennen oder von jemandem wissen, der Interesse an Feinschmeckerhonig haben könnte, sagt mir doch bitte Bescheid. Habt vielen Dank!

Werkstattbericht 14. 8. 2018

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Liebe Unterstützer des umland verlags,

 

wisst ihr eigentlich, warum ich „Lilo und die Dubties“ geschrieben habe? Nee, nicht einfach so aus Jux und Dollerei und weil ich Langeweile hatte. Nein, ich habe sie geschrieben, weil es die Dubties bei uns wirklich gab. Ich dachte, wenn ich ihre Geschichte aufschreibe und sie ins Buch banne, sei ich sie los. Aber Pustekuchen. Sie sind wieder da. Und offenbar noch zahlreicher als je zuvor. Dabei sah es zunächst ganz gut aus. Die letzte Zeile des Buches war noch nicht geschrieben, da plauzte es aus meiner Lilo heraus, mitten am Abendbrottisch verkündete sie laut prustend: „Wisst ihr was?“ Wir wussten natürlich nichts. Und es dauerte auch noch ein bisschen, bis wir verstanden. Lilo bekringelte sich so sehr in Vorfreude auf das, was sie jetzt sagen wollte, dass die Worte zu unverständlichen Lachsalven gerieten. Sie brauchte ein bisschen, bis sie sich gefasst hatte, dann verriet sie in bestem Hochdeutsch: „Es waren gar nicht immer die Dubties, die Mist gemacht haben, wenn ihr dachtet, es waren die Dubties. Manchmal war auch ich das.“ Dabei griente sie so herzerfrischend über ihr keckes Sommersprossengesicht, dass wir meinten, lauter imaginäre Dubties um sie rumwuseln zu sehen.

Nach dieser Offenbarung jedoch waren die Dubties tatsächlich verschwunden. Offenbar war unsere Lilo groß geworden. Ein bisschen bedauerten wir das. Bis Falks Handy kaputt ging. Oh ich übertreibe, es war nicht das ganze Handy, nur die Einstiegsbuchse für die Kopfhörer. Sie war und ist vermutlich verstopft mit einem abgebrochenen Kopfhörerstecker. Als Falk überprüfen wollte, ob seinen Kopfhörern der Stecker fehlt, waren diese plötzlich weg. Sind es immer noch. Ganz klar – das konnten nur die Dubties gewesen sein. Bis nach Österreich waren sie uns gefolgt. Oder gibt es dort auch welche?

Ganz sicher gibt es welche in Polen. Dort ist meine Schwester im Urlaub. Der Urlaub, so sagt meine Schwester, sei wunderschön, aber dubtieverseucht. Ständig passierten irgendwelche komischen Sachen. Einmal war die Rückbank ihres Busses wassergetränkt, ein anderes Mal waren alle Keksvorräte geplündert und schließlich war das Zelt mit Klopapierfetzen geschmückt. Das sah toll aus. Aber die Rolle war leer, als sie dringend gebraucht wurde. Natürlich hatte meine Schwester sofort ihre Kinder, meine entzückenden Nichten, in Verdacht. Aber die schworen Stein und Bein, dass sie es nicht gewesen waren. Zum Glück ist meine kleine Nichte Frieda ein sehr schlaues Kerlchen, sie wusste sofort, wer schuld war – natürlich die Dubties.

Meine Schwester ist verzweifelt. Und amüsiert. Und ich überlege, ob ich einen Familientherapiekurs zum Umgang mit den Dubties anbiete.

Nein, nicht wirklich. Ich übertreibe. Ich habe gerade ganz andere Sachen im Kopf – zu allererst natürlich eine neue Dubtiegeschichte, dann zwei weitere Erwachsenenbücher und dann doch einen Dubtiekurs – nämlich einen Dubtiehäkelkurs. Ich hatte meine Tante Erika, die ungekrönte Häkelkönigin unserer Familie, gefragt, ob sie nicht versuchen wolle, mal einen Dubtie zu häkeln? Die Frage war noch gar nicht ganz raus, das saßen die ersten Dubties schon hier – und sehen wirklich haargenau so aus wie die aus dem Buch. Nun wollen Lotte und Lilo unbedingt Dubtiehäkeln lernen. Und ich auch – es gibt nämlich schon die ersten Bestellungen.

Einen der ersten Dubties habe ich sofort „meiner“ Illustratorin Kathleen geschickt. Schließlich sind die Dubties ja zur Hälfte ihrem Kopf entsprungen. Klar, ich habe sie in Worte gefasst, aber in meinem Kopf sahen sie trotzdem ganz anders aus als die, die es jetzt dank Kathleen geworden sind.

Und nun muss ich was beichten. Mir ist nämlich ein großer Fauxpas passiert. Ich habe übersehen, dass Kathleens Name auf dem Titelblatt fehlt. Wisst ihr, wie unangenehm mir das ist! Nun haben wir überlegt, Aufkleber zu drucken und ins oder aufs Buch zu kleben – ABER: das darf man nicht einfach so, ohne das Buch damit zu entwerten. Es wäre dann ein Mängelexemplar. Im Moment denken wir über jede Menge Merchandising-Artikel rund um die Dubties nach. Und da, das verspreche ich ganz fest und hier vor allen, wird ganz dick und fett „Illustrationen von Kathleen Hörnke“ stehen. Und in der zweiten Auflage natürlich auch!!!

Noch ist es bis dahin ein kleiner Weg. Die meisten Bücher der ersten Ausgabe liegen noch im Lager. Das soll sich aber ganz schnell ändern Ab nächster Woche, also mit dem Schulstart, soll es im umland verlag wieder richtig rund gehen. Unter anderem stehen am ersten Septemberwochenende gleich zwei Lesungen an (genaue Infos findet ihr unter: www.umland-verlag.de) – auf beiden lese ich erstmals aus den „Dubties“. Aber dabei soll es nicht bleiben – ich starte auch eine Presseoffensive. Bislang weiß die Presse ja noch nichts von mir und meinen Büchern. Nun jedoch ist meine Pressefee Anke mit meinen Pressemitteilungen fertig und dann geht´s los – Spiegel, Stern, Zeit, Radio 1, Uckermark-Kurier… Fällt euch noch jemand ein? Am besten eine Zeitung oder Zeitschrift oder ein Sender, bei der/dem ihr jemanden kennt. Je kürzer die Wege, desto größer stehen die Erfolgsaussichten.

Um diese grundsätzlich zu steigern, bitte ich euch auch heute wieder um Mithilfe. Ich brauche Sterne! Bei amazon. Da gucken tatsächlich viele Leute drauf und orientieren sich. Daher wäre es großartig, wenn ihr mir dort am besten für beide Bücher eine (kurze) Bewertung schreiben könntet. Das Prozedere ist wirklich ganz unkompliziert. Darüber hinaus freue ich mich natürlich weiterhin über Bestellungen in möglichst vielen verschiedenen Buchhandlungen oder Lesungsvermittlungen.

Apropos Lesung. Das darf ich nicht vergessen. Meine letzte Lesung liegt schon ein paar Tage zurück. Aber wisst ihr, wer mir dort begegnet ist? David de Mel. Wer nicht weiß, wer das ist, lese dringend den ersten Abschnitt meiner Danksagung in den Wegen. Mir kamen die Tränen, als ich zum Abschluss der Lesung genau diesen Abschnitt vortrug – für David, der mir in der ersten Reihe direkt gegenüber saß. Wir hatten uns wohl 15 Jahre nicht gesehen. Als ich die Danksagung schrieb, wusste ich ganz sicher, dass sie David irgendwann erreichen würde. Aber das es so schnell und so unmittelbar gehen würde, hatte ich nie in Erwägung gezogen. Das war ein ganz magischer Moment.

Überwältigend war auch die Resonanz auf meinen Hilferuf nach jemanden, der bereit wäre, meine Interviews abzutippen. Es ist so toll, zu erleben, wie viele Freunde (teilweise durch das Buch neu gewonnene Freunde) bereit sind, meine Projekte zu unterstützen. Dafür danke ich euch ganz dolle.

 

Bis ganz bald!

Seid herzlich gegrüßt von

Doreen Mechsner.