Messe-Werkstattbericht 22. März 2019

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Liebe Freunde des umland verlags,

dieses Mal waren es nicht die Dubties. Definitiv nicht. Da bin ich mir ganz sicher. Dieses Mal war es vermutlich Mieze – unsere Katze. Aber ähnlich wie die Dubties wird auch sie nur in guter Absicht gehandelt haben. Ja mehr noch, ich glaube, eigentlich wollte sie mir nur einen Messeglücksbringer mit auf den Weg geben. Dieser war mausgrau und mausetot und fiel gestern, als ich gerade dabei war, mich messefein zu machen aus meinem Hosenbein. Ich habe einmal laut gekreischt, wie wohl fast alle Frauen kreischen, wenn ihnen eine tote  Maus aus dem Hosenbein fällt, danach aber sofort überlegt, wie ich diese groteske Situation literarisch verarbeiten kann… Lasst euch überraschen…

Glück hat Miezis Glücksbringer auf jeden Fall gebracht. Wir hatten bereits mehrere großartige Begegnungen auf der Messe, tolle Gespräche, Vernetzungen und sogar schon das ZDF am Stand. Wir sind erschöpft, aber auch voller Lust auf die kommenden zwei Tage…

In den Standpausen, die sich meine rechte (und manchmal linke) Hand Vanessa Groß und ich wechselnd gönnen, arbeiten wir weiter an unseren Projekten. Ich spinne weiter an Lilo und die Dubties  in der Schule und Vanessa transkribiert meine  Interviews mit den fast 100-Jähringen UND hat unsere nächste CROWDFUNDINGAKTION ins Rollen gebracht.

Wenn ihr Interesse am Hörbuch zu „Lilo und die Dubties. Rambazamba im Hühnerhaus“ habt, könnt ihr uns unterstützen, indem ihr die CD jetzt bereits bei www.startnext.com/lilo-und-die-dubties-alshoerb erwerbt und damit die Produktion erst möglich macht. Außerdem gibt es wieder Postkarten, Ausmalbilder oder ein Lesungen als Dankeschöns.

Solltet ihr heute oder morgen in Leipzig vorbeischauen wollen, lese ich dort auch gerne nur für euch – Halle 5/Stand F113,

bis vielleicht gleich,

liebe Grüße

Doreen Mechsner.

Werkstattbericht, 13. März 2019

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Liebe Freunde des umland verlags,

ich muss euch etwas verraten. Lilo, also die echte Lilo, meine Jüngste, hat gebeichtet. Allerdings weiß ich nicht, was ich von dieser Beichte halten soll. Und zwar hat Lilo behauptet, die Dubties gäbe es überhaupt nicht. Alles, von dem wir fest überzeugt waren, die Dubties seien es gewesen, will unsere Lilo gemacht haben. Die ganzen Lilos an der Wand, sagt Lilo, hätte sie gemalt. Und auch die Lilos auf ihrem schönen Holzbett und die Malerei auf der Heizung in der alten Wohnung, die Scherenschnittmuster im T-Shirt, die Zahnpasta auf der Türklinke, der zugeklebte Toilettendeckel – alles will unsere Lilo gewesen sein. „Weil“, sagt sie, „ich Langeweile hatte.“ Ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll. Das kann sie doch nicht machen. Mir und uns unsere Dubties wegnehmen. Auweia, meine Nichte Frieda darf das nicht erfahren. Und schon gar nicht ihre Eltern. Nachher glauben die noch, alles, was bei ihnen zu Hause an Unsinnigkeiten geschieht, sei Friedas Werk. Und ich sag euch, da geschieht viel. Und dann bekommt Frieda Ärger. Nein, das kann ich nicht zulassen. Was mache ich nur?

Ich habe eine Idee. Momentan sind Silke und Caro dabei, meine Homepage ein bisschen frischer zu machen. Wenn die beiden so weit sind, wird es möglich sein, dass meine Leser selber Kommentare auf die Seite setzen können. Da wäre es doch großartig, wenn der eine oder andere von euch, bei dem die Dubties auch schon mal waren, erzählt, was die bei euch angestellt haben. Haha, dann bin ich gespannt, was meine Lilo sagen wird. Im Moment will sie mir einfach nicht glauben, dass es die Dubties gibt. Dabei passieren bei uns immer noch Sachen, die Lilo gar nicht gewesen sein kann… Mhm. Aber nein, ich verrate nichts. Noch nicht. Sonst habt ihr nachher womöglich keine Lust mehr, Lilo und die Dubties Teil II zu lesen. Da bin ich nämlich gerade dran. Jeden Tag geht es ein kleines bisschen voran. Naja, fast jeden. Es gibt leider immer noch so viele andere Sachen zu tun. Manche sind ganz schön, andere, naja, die müssen halt gemacht werden.

Zur Zeit zum Beispiel, da laufen die Vorbereitungen für die Leipziger Buchmesse auf Hochtouren. Es muss alles organisiert sein, nichts darf vergessen werden. Es muss schick aussehen und ein bisschen aus dem Rahmen fallen. Schließlich wollen wir einen Akzent setzen zwischen all den anderen hunderttausend Ausstellern. Ab nächsten Donnerstag werden wir – meine rechte (und manchmal auch linke) Hand Vanessa Groß und ich – vier Tage lang auf 2+2 Metern in Messehalle 5 zu Hause sein. Mit Felix Kaden vom Tinx-Verlag  teilen wir uns unser Messeständchen. „Meine“ Grafikerin Antje „bastelt“ gerade noch an neuen Postkarten, Vanessa erstellt Barcodelisten und managt den ganzen organisatorischen Kram. Ich trage Regale, Kisten, Stühle, Lichterketten, Postkartenleine, Klebeband und all das, was als Improvisationsmaterial in Frage kommt, zusammen. Unser für die Messe geplantes Hörbuch von Lilo und den Dubties wird es allerdings erst Ende April/Anfang Mai geben. Eine erste Aufnahme entsprach nicht meiner Qualitätsvorstellung, so dass ich nach der Messe noch einmal ins Studio gehen werde. Leider ist es mir, trotz halbintensiver Suche, bisher noch nicht gelungen, einen Mäzen für den umland verlag zu finden. Deshalb habe ich mich entschlossen, auch dem Hörbuch durch eine Crowdfunding-Aktion auf die Beine zu helfen. Diese planen wir pünktlich zur Messe zu starten. Im Grunde läuft es wieder darauf hinaus, dass Interessenten am Hörbuch dieses über die Crowdfunding-Plattform www.startnext.de bereits vor seinem Erscheinen kaufen können und damit die Produktion ermöglichen. Wer von euch „Lilo und die Dubties“ also gerne einmal oder zweimal oder dreimal oder vielmal vorgelesen haben möchte, kann mit Messebeginn unser Crowdfunding unterstützen. Sobald die Aktion online ist, informiere ich euch per Mail.

Damit nicht genug, juckt es mich auch schon seit geraumer Zeit, endlich NEUE Bücher auf den Markt zu bringen. Zwei Kinderbücher sind bis auf die Illustrationen fertig. Im Juli soll das erste davon – Wackelzahn und Zuckertüte – erscheinen. Parallel dazu arbeite ich an einem Interviewbuch über fast 100-Jährige. Nachdem mir die ersten fünf fast 100-Jährigen quasi zugeflogen sind, stagniert es nun ein bisschen. Daher wäre es klasse, wenn ihr, sofern ihr jemanden kennt, der die 95 überschritten hat und geistig fit ist und der dann auch noch Lust hat, mir für mein Buch aus seinem Leben zu erzählen, einen Tipp geben oder noch besser einen Kontakt herstellen könntet.

Außerdem bin ich nach wie vor dankbar, wenn ihr mir Einrichtungen empfehlen könnt, die eventuell Interesse an einer Lesung meiner „Wege“ oder der „Dubties“ haben. Noch besser wäre – so meine Erfahrung – eine direkte Vermittlung.

Auch über Amazon-Bewertungen freue ich mich weiterhin.

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Der umland verlag ist ein kleiner Verlag. Ich habe den umland verlag vor eineinhalb Jahren gegründet, weil ich einen großen Traum hatte und diesen unbedingt verwirklichen wollte. Mit meinen 46 Lebensjahren habe ich gelernt, dass Träume wirklich in Erfüllung gehen können. Wenn man nur fest genug daran glaubt, dann (mitunter einfach) macht und immer tolle Menschen findet, die aktiv mitträumen. Ich habe das große Glück, von ganz vielen solcher Mitträumer umgeben zu sein (auch wenn einige davon zunächst skeptisch waren). Wer mich kennt, weiß, dass ich nicht nur gerne nehme, sondern fast noch lieber gebe. Das war mein Beweggrund, im letzten Werkstattbericht anzukündigen, dass ich künftig mit jedem Werkstattbericht aus einem Lostopf (in dem ich Zettelchen mit den Namen meiner Unterstützer sammle) ein Zettelchen ziehen und demjenigen, dessen Name darauf steht ein kleines umland-Dankeschön zukommen lassen  werde. Soeben habe ich das erste Mal gezogen…

Silke Scholz wird in den nächsten Tagen eines unserer eigens für die Leipziger Buchmesse angefertigten umland-verlags-T-Shirts erhalten.

 

Vielleicht sehen wir uns auf der Buchmesse – seid herzlich gegrüßt,

eure Doreen Mechsner.

Werkstattbericht, 23.12.2018

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Liebe Freunde des umland verlags,

 

meine Mutter ist eine sehr pflichtbewusste Oma. Wenn ihr ihre Enkel anvertraut werden, tut sie alles, um sowohl die Enkel als auch ihre Töchter, also mich und meine Schwester, glücklich zu machen. Das heißt konkret, die Enkel bekommen bei ihr mehr, okay, sagen wir viel mehr Eis und Schokolade als zu Hause und nehmen diese Extraportionen vorzugsweise, und auch das anders als zu Hause, vor einem flimmernden Kasten zu sich. Das macht die Enkel definitiv glücklich. Nebenbei malt Oma, die von sich behauptet, gar nicht malen zu können, die schönsten Landschaftsbilder mit den Enkeln, bringt ihnen die Gartenarbeit nahe und begeistert sie fürs Sticken. Das macht, na klar, wieder die Enkel, aber auch uns Töchter sehr glücklich. Und natürlich meine Mutter. Denn wenn wir glücklich sind, ist auch sie glücklich.

Daher gibt es für sie (fast) nichts Schlimmeres, als wenn beim Glücklichmachen etwas schiefgeht. Unlängst passierte aber genau das. Während der Glücklichmachzeit meiner Nichte Frieda entdeckte meine Mutter unter ihrem Couchtisch plötzlich ein Büschel strohblonder ziemlich langer Haare. Da mein Vater sehr, sehr kurze silberne Haare hat und meine Mutter zwar etwas längere, aber rotbraun-gefärbte, musste das gefundene Büschel schönster blonder Haare eindeutig meiner Nichte Frieda zugeordnet werden. Ein Kontrollblick auf Friedas Kopf bestätigte die Vermutung. Nun muss man wissen, meiner Schwester sind die Haare meiner Nichten heilig. Seit die Kinder so etwas wie Haarwuchs haben, werden sie regelmäßig vom Friseur onduliert – Laien haben Berührungsverbot. Gut, hin und wieder durfte ich auch schon einen Zopf machen – aber ihr versteht, um der Spannung willen muss ich ein bisschen dicker auftragen. Nun lag also diese dicke Locke unter dem Tisch und fehlte, gut erkennbar, auf Friedas Kopf. Meine Mutter erfasste sogleich: Kaschieren war unmöglich. Was sollte sie tun? Sie machte, was auch jedes Kind sofort tun würde: Sie suchte den Schuldigen. „Frieda“, fragte sie mit ernster Stimme und noch ersterem Blick, „warst du das?“ Nun muss man wissen, Frieda ist fünf Jahre alt und das jüngste von Mamas Enkelkindern. Allerdings trägt sie die Überzeugungskraft einer 80-jährigen in sich. Mit dieser erwiderte sie nun also sehr unschuldig Omas Blick und versicherte: „Ich war es nicht.“

Meine Mutter glaubte ihr (kein bisschen). Aber was sollte sie machen? Ein Kind der Lüge bezichtigen? Die verbleibende Stunde bis zum Auftauchen meiner Schwester zermarterte sie sich den Kopf, wie die Eskalation zu vermeiden war. Just in dem Moment, in dem die Klingel schrillte, hatte sie die Lösung. Sie hatte die Tür noch nicht richtig aufgerissen, da rief sie schon: „Wir waren es nicht. Es waren die Dubties!“

Meine Schwester ist eine kluge Frau. Nachdem sie sich in einem doppelten Redeschwall alles angehört hatte – erst berichtete meine Mutter sehr schnell und sehr lang und dann Frieda, sehr ausufernd – fragte sie: „Habt ihr Doreen Bescheid gesagt?“ Meine Mutter und Frieda hatten mit allem gerechnet. Vor allem mit einer Schimpftirade. Schließlich lagen Friedas heilige Haare auf dem Teppich. Aber was machte meine Schwester? Die wollte wissen, ob ich schon Bescheid wüsste. „Wieso sollten wir Doreen anrufen?“, fragte meine Mutter verunsichert. „Na man, die sucht doch die Dubties. Für den zweiten Teil von Lilo und den Dubties. Wir müssen ihr sagen, dass sie hier sind.“

Meine Mutter griff zum Hörer. Und war glücklich. Zwar fehlten Frieda eine stattliche Zahl Haare, aber meine Schwester war nicht sauer und ich den Dubties wieder auf der Spur. Jeden Tag komme ich Ihnen ein Stückchen näher. Und mit mir Lilo. Am vergangenen Donnerstag hatten wir sie gerade fast erwischt, da klingelte mein Telefon. Dran war Jana. Jana war unlängst auf einer meiner Lesungen, hatte meine „Wege“ gekauft, inzwischen gelesen und brauchte nun ganz dringend noch pünktlich zu Weihnachten zwei Exemplare zum Verschenken. Da die Berliner Buchläden, die ich auf Vorrat versorgt hatte, blank waren, belud ich mein Auto und düste am Freitag nach Pankow, um Nachschub zu bringen. Gerade als ich fertig war, bimmelte erneut mein Handy. Auch der Buchhändlerin aus Wandlitz waren meine „Wege“ ausgegangen. Zum Glück hatte ich ein paar mehr Bücher eingeladen. Nach einem kleinen Schlenker auf dem Nachhauseweg waren dann auch die weg und eine Buchhändlerin sehr, sehr glücklich, weil sie wiederum eine Kundin glücklich machen konnte. Nebenbei hatte sie auch noch mich glücklich gemacht, mit nur einem einzigen kleinen Satz, der da lautete: „Ihre ‚Wege‘ scheinen sich rumzusprechen!“ Yeahhh, dachte ich mir und ballte in mir drin die Becker-Faust. Ich bin auf dem richtigen Weg. Wenn ich dem Verleger glauben darf, der mir erst kürzlich verriet, dass der Erfolg eines Buches von Mund-zu-Mund-Propaganda abhänge. Genau auf diese Mund-zu-Mund-Propaganda habe ich die ganzen letzten Monate hingearbeitet. Und ganz viele von euch mit mir. Habt ihr mal auf meiner umland-Seite die Liste meiner Termine für Lesungen gesehen? Lediglich zwei davon habe ich selbst initiiert. Alle anderen habt ihr für mich auf den Weg gebracht. Etliche Buchläden ordern bei mir meine Bücher. Die ersten davon fragen nun ebenfalls Lesungen an. Es ist so schön, zu erleben, wie ein Rädchen ins andere greift. Wie beispielsweise Julia ins Pankebuch rennt, dort meine „Wege“ bestellt, als diese kommen, ins Schwärmen gerät und empfiehlt, doch gleich noch ein paar mehr zu ordern. Diese Wege werden gekauft (ob von Julia oder ihren Freundinnen habe ich lieber nicht hinterfragt), die Macherin vom Pankebuch reagiert und nun werde ich am 3. April dort lesen. Ein anderes Beispiel ist Erika. Für ihre Wandergruppe kaufte sie eine Lesung, diese fand im Sportmuseum in Berlin-Marzahn statt. Der Chef des Hauses Wolfgang Turowski konnte aus terminlichen Gründen nicht dabei sein. Irgendwer muss ihm aber so vorgeschwärmt haben, dass er mich bat, zur Weihnachtsfeier des Hauses zu lesen. Das war toll. Der ehemalige „Medizin-nach-Noten-Mann“ Karl-Heinz Wendorff, dem ich als Kind öfter nachgeturnt hatte, sagte mich ganz feierlich und sehr blumig an und anschließend plauderte ich mit Olympiasiegerinnen, die um meine Geburt herum auf ihrem sportlichen Zenit waren. Vor zwei Tagen rief mich Wolfgang Turowski erneut an. Im neuen Jahr, so versprach er, wolle er mit mir zusammen was ganz Großes machen. Ich bin gespannt, was das wird. Ganz konkret was Großes haben meine Freunde Jette und Oli für mich organisiert. Anlässlich Jettes Geburtstag werde ich im „Theater unterm Dach“ im Prenzlauer Berg direkt neben „meinem“ Hockeyplatz lesen.

Julia, Erika, Jette und Oli, immer wieder gab es Menschen, denen ich in meinen Werkstattberichten noch einmal ganz offiziell und besonders danken wollte. Das möchte ich auch weiterhin so handhaben. Angeregt durch meine Adventssonntagstürchen-Aktion, die sich großer Beliebtheit erfreut hat, habe ich mir für das kommende Jahr allerdings noch etwas Neues einfallen lassen, um meinen Unterstützern zu danken. Ihr müsst wissen: Ich liebe Überraschungen. Einmal liebe ich es, wenn ich selbst überrascht werde, fast mehr aber noch liebe ich es, wenn ich andere überraschen kann. Deshalb möchte ich im neuen Jahr einen Los-Topf kreieren, in den jeder kommt (also der Name eines jeden), der entweder besonders viele Neuleser, Neubesteller für den umland verlag gewonnen hat oder aber eine Lesung für mich initiiert hat. Natürlich kommt auch jeder hinein, der meine Bücher in die Zeitung, ins Radio oder Fernsehen bringt. Theater und Kinoleinwand zählen selbstverständlich auch :-). An Preisen wird es, wie jetzt im Advent, meine Bücher, Häkel-Dubties sowie handgetöpferte Umland-verlags-Becher geben und alles, was mir sonst noch so einfällt. Und hoffentlich ein großes Glücksgefühl – wie zuletzt bei Cornelia Peters, der ersten Adventssonntagstürchengewinnerin. Sie schrieb mir, dass sie NOCH NIE zuvor bei einem Gewinnspiel etwas gewonnen hatte. Nun teilt sich der gewonnene Regenbogendubtie die Couch mit dem Familienkater und Cornelias Söhne warten ungeduldig darauf, dass endlich einmal Unfug geschieht. Zum Glück haben Cornelias Jungs kurze Haare. Dem Dubtie, da bin ich mir sicher, wird aber gewiss etwas, womöglich noch besseres, einfallen. Wenn nicht mehr im alten, dann garantiert im neuen Jahr.

 

Möge es für uns alle ein gesundes, friedliches, glückliches und erfolgreiches werden.

Seid herzlich gegrüßt von

 

 

 

Doreen Mechsner

Werkstattbericht, 28.11.2018

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Liebe Freunde des umland verlags,

 

vor fast genau einem Jahr habe ich meinen ersten umland-Brief in Umlauf gebracht. Es war der 4. Dezember 2017. Damals schrieb ich meinem nächsten Freundes-, Verwandten- und Bekanntenkreis, dass ich einen Verlag, den umland verlag, gegründet hatte und im April meine ersten beiden Bücher herausbringen wollte. Dafür benötigte ich Startkapital. Ich finde es bis heute unglaublich, was allein in diesem kleinen, großen Kreis möglich gemacht wurde und wie toll ihr mich und den Verlag unterstützt und die ersten beiden Bücher mit angeschoben habt. Inzwischen ist die Taschenbuchauflage der „Wege“ vergriffen und die Nachauflage hockt in den Startlöchern beziehungsweise wartet in der Druckerei.

Es war schon fast so lange ich denken kann mein Traum, irgendwann Schriftstellerin zu werden. Ich musste ganz schön lange träumen, aber nun bin ich es tatsächlich – und überglücklich. Nebenbei bin ich auch gleich noch Verlegerin geworden. Das war nie mein Plan. Eher ein Nebenprodukt. Wer mich kennt, weiß, dass ich mich ohne groß zu planen oder zu rechnen in dieses Abenteuer gestürzt habe. Zum Glück. Hätte ich gerechnet, hätte ich es vielleicht nie gewagt. Zum Glück habe ich mich auch nicht erkundigt, wie es um den Buchmarkt steht und zum Glück habe ich nicht gewusst, wie ich Auflagen und Gewinnchancen berechnen kann.

Inzwischen bin ich um einiges schlauer, habe einiges Lehrgeld zahlen müssen, lerne ständig learning-by-doing Dinge, die ich nie können wollte, und weiß nun, ich brauche einen langen Atem. Als Hockeyspielerin und Lebensoptimistin habe ich den glücklicherweise. Außerdem brauche ich weiterhin Anschubhilfe. Deshalb habe ich, um die Nachauflage der „Wege“ drucken zu können, erneut eine Crowdfunding-Aktion gestartet. Dieses Mal, um ein größeres Publikum zu erreichen, auf der größten deutschen Crowdfundingplattform – bei startnext unter dem Link: https://www.startnext.com/buch-wege-auf-18-pfaden-unterw

Genau 13 Tage bleiben mir noch, um die als Fundingziel angegebenen 2200€ Druckkosten zu erreichen. Bislang stehe ich dank 16 Unterstützern bei 637€. Es fehlt also noch einiges. Auf der BuchBerlin, auf der ich mich mit dem umland verlag am vergangenen Wochenende erstmals präsentiert habe, habe ich viele Flyer verteilt und etliche Fans gewonnen. Ich poste ganz fleißig auf Facebook und neuerdings auch auf Instagram (das ich erst mal begreifen muss – Danke Nicole für deine Lehrstunden aus der Ferne), um mich zu vernetzen und meine Bücher bekannt zu machen. Doch das langt im Moment noch nicht. Ein befreundeter Kollege verriet mir kürzlich: „Wenn du keinen großen Verlag hinter dir hast, bist du auf Mund-zu-Mund-Propaganda angewiesen.“ Bei Jan-Philipp Sendker, einem Autor, dessen Bücher mich unglaublich berühren, hat es zehn Jahre gedauert. Ich bin gewillt, es schneller zu schaffen. Ein ganz wichtiger Schritt ist mir heute geglückt: Am Donnerstag kommt eine Radiojournalistin vom RBB, um pünktlich zu meiner ersten Lesung in der Uckermark (am 7. Dezember, 19 Uhr im Kleinen Theater in Prenzlau) einen Beitrag über mich zu schneidern. Zusätzlich möchte ich euch noch einmal um Hilfe bitten, als Multiplikatoren für mich tätig zu werden. Konkret möchte ich euch bitten, in euren Freundes- und Bekanntenkreisen möglichst mit wohlwollenden Worten auf meine Bücher, den umland verlag und meine Crowdfundingaktion aufmerksam zu machen. Gerade zu Weihnachten sind die „Wege“, die neben anderen Dankeschöns über das Crowdfunding zu erwerben sind, für den einen oder anderen sicher eine gute Geschenkidee. Habt ganz herzlichen Dank!

Im Gegenzug könnt ihr euch mit ein bisschen Glück an den Adventssonntagen auch von mir beschenken lassen. An jedem Adventssonntag werde ich einen kleines umland-Präsent verlosen. Mitmachen können alle, die mir eine Mail mit dem Kennwort ‚Advent‘ schicken oder meinen Beitrag zur Adventsverlosung auf Facebook oder Instagram liken. Den ersten Post werde ich morgen einstellen, alle weiteren jeweils am Montag. Außerdem werde ich montags einen Mini-Werkstattbericht verschicken, in dem ich verrate, welches Geschenk euch am nächsten Türchentag erwartet. So habt ihr immer eine Woche lang Zeit, am umland-Adventskalender teilzunehmen. Einsendeschluss ist jeweils der Adventssonntag um 24 Uhr. Den Gewinner werde ich montags im Mini-Werkstattbericht per E-Mail und auf meiner Homepage www.umland-verlag.de verkünden.

Los geht es am kommenden Sonntag, dem ersten Advent mit einem Häkeldubtie.

Wer eine fünfte Chance nutzen möchte: Das Berliner Himbeer-Magazin (https://berlinmitkind.de/) kreiert ebenfalls einen Adventskalender – durch alle Adventstage hindurch gibt es tolle Überraschungen zu gewinnen. Die tollste versteckt sich hinter dem 12. Türchen. Wer dieses Türchen gewinnt, darf sich auf eine Lesung aus den „Dubties“ freuen, natürlich original vorgetragen und mitgelebt von mir, an einem Ort der Wahl des Gewinners. Aber auch an den anderen Tagen lohnt sich das Mitmachen. Denn von meiner Pressesprecherin und Freundin Anke weiß ich, dass sie ein Wochenende in meinem Lieblingsurlaubsdomizil, nämlich ihrem Apfelgarten auf Usedom, als Türchenüberraschung verschenkt.

Liebe umland-Freunde, kommt gut in und durch die spannende Adventszeit, die ja immer ein bisschen schneller und hektischer zu sein scheint. Mein Tipp: Wenn es zu rasant wird, haltet inne und denkt daran, die Zeit kann nicht rennen, rennen können immer nur wir. Um uns ein bisschen auszubremsen, hilft häufig ein gutes Buch. Wo ihr ein solches findet, wisst ihr ja… https://www.startnext.com/buch-wege-auf-18-pfaden-unterw

 

Seid ganz herzlich gegrüßt und habt vielen Dank für eure riesengroße Unterstützung im ersten umland-Jahr,

eure

Doreen.

Werkstattbericht, 05.11.2018

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Liebe Freunde des umland verlags,

 

in dieser Woche stand ich drei Mal auf dem Feld, auf dem meine Schwester das tolle Foto für das Coverbild meiner „Wege“ geschossen hat. Und auch dieses Mal ging es darum, das richtige Foto, nee richtiger: die richtige Abfolge ganz vieler Fotos in die Kamera zu bannen. Halleluja, war das ein Akt. Zwischendurch hätte ich am liebsten hingeschmissen. Immer und immer wieder musste ich der Kamera, hinter der mein geduldiger Falk stand, entgegenflanieren, nett ausschauen, lächeln und erzählen, warum ich das Ganze hier mache. Natürlich verhaspelte ich mich etliche Male, natürlich surrte der Ton, natürlich wackelte auch mal die Kamera, dann rauschte der Wind, dann hielt ich das Buch nicht richtig, dann wedelten die Haare ins Gesicht, dann hatte Falk vergessen abzudrücken – och, ich sag euch… und eisekalt war es auch noch. Am Laptop stellten wir fest, dass das Wetter echt zu trüb war und die Aufnahme damit viel zu düster rüberkam. Als das Wetter zwei Tage später dann stimmte, knarzte das Diktiergerät. Logischerweise stellten wir das erst fest, als Falk den Film zusammenschneiden wollte. Also ging es am nächsten Tag noch mal raus.

Nun ist es ein netter kleiner Film geworden, dem man deutlich ansieht, dass ihn Laien gemacht haben. Aber es geht ja um die Botschaft – und die, denke ich, bringe ich ganz gut rüber.

Seid ihr jetzt neugierig geworden? Dann schaut euch den Film doch an! Ab dem 9. November läuft er auf www.startnext.de unter den Literaturprojekten – den genauen Link schicke ich euch zu, sobald der Film tatsächlich online ist.

Ein bisschen zum Hintergrund verrate ich euch aber schon jetzt: Die „Wege“ wollen und müssen sich vermehren. Warum? Na, weil sie vergriffen sind. Nach nur viereinhalb Monaten sind alle Taschenbücher der Erstauflage verkauft. Nun wartet die Druckerei auf den Startschuss für die Nachauflage.

Und die kostet Geld.

Wie die meisten von euch wissen, habe ich mich mit riesigem Enthusiasmus, aber ohne großartige Kalkulation in mein neues Berufsleben als Verlagsgründerin geschmissen. Dank eurer Spenden und Vorkäufe sowie großzügiger Darlehensgeber konnte ich meine ersten beiden Bücher drucken und von den bisherigen Einnahmen auch meine Mitarbeiter bezahlen. Inzwischen habe ich mich auch mit Kalkulation und den Gegebenheiten auf dem Markt beschäftigt. Meine Erkenntnis: Um mit meinen Büchern Geld zu verdienen, brauche ich einen langen Atem. Und zumindest in den ersten zwei Jahren wohl für jedes meiner Projekte (Bücher, Hörbücher, Podcast) finanzielle Unterstützung. Dafür habe ich nun im Internet auf einer richtigen Crowdfundingplattform meine „Wege“ platziert. Natürlich will ich auch hier nicht wieder einfach nur Geld geschenkt bekommen, sondern habe mir als Gegenleistungen tolle Dankeschöns überlegt. Schaut mal rauf auf die Seite – den Link dazu schicke ich euch, wie gesagt, in den nächsten Tagen. Diesen dürft ihr dann gerne wieder ganz, ganz weit streuen. Denn ohne eure Unterstützung geht es noch nicht.

Ganz wichtig noch: In der neuen Taschenbuchausgabe der „Wege“ sollte es keine Fehler mehr geben. Mein lieber Freund Steini hat sie alle korrigiert. Für nichts. An dieser Stelle möchte ich all denjenigen danken, die mich unterstützen, indem sie mir ihr Knowhow zur Verfügung stellen, ohne dafür bezahlt werden zu wollen beziehungsweise für ihre Arbeit viel weniger als den herkömmlichen Preis verlangen. Einfach, weil sie gut finden, was ich mache und wissen, dass Startup-Unternehmen Anschubhilfe benötigen. Speziell für die Wege danke ich hier meiner engsten Mitarbeiterin, sozusagen meinem zweiten Kopf Clara, dann unbedingt Anke, die mir mit Rat und Tat zur Seite steht, außerdem Silke, die mir viele neue Anregungen gegeben und mich mit Antje bekannt gemacht hat, die wiederum die tollen Dankeschöns für das Crowdfunding kreiert hat (zu sehen, ab Ende der Woche unter den Literaturprojekten bei startnext – Link folgt). Na und natürlich danke ich ganz dolle meinem alten Freund Steini, der die Fehler eliminiert hat, die so viele von euch erfolgreich gesucht und gefunden haben. Spitzenfinderin war dabei meine Mama, die nun, wie versprochen, als Dankeschön eine Hardcoverausgabe der „Wege“ geschenkt bekommt. Zusätzlich vergebe ich ein zweites Hardcover an Marie in Portugal. Sie hat all die komischen Fehler gefunden, die meiner Mama durch die Lappen gegangen sind. Danke euch beiden und allen anderen Suchern und Findern.

Und für all diejenigen, die, wie unser Freund und Superfehlerfinder Steffen, zu spät von dieser Aktion erfahren haben, rufe ich gleich einen neuen Wettbewerb aus. Schaut mal, ob sich in der neuen Ausgabe, die mit eurer Unterstützung Mitte Dezember erscheinen soll, doch noch Fehler versteckt haben! Wer die meisten findet, bekommt – nach eigener Wahl – entweder eine Hardcoverausgabe oder darf Gast in meinem Podcast sein oder erhält einen Häkeldubtie.

Und damit leite ich gleich mal über: Die (Häkel-)Dubties nämlich haben Nachwuchs bekommen! Dank Tante Erika gibt es sie jetzt auch in halber Größe. Wenn ihr sie sehen wollt, schaut unter www.facebook.de auf meine Lilo-und-die-Dubties-Seite oder kommt einfach zu einer meiner Lesungen, da habe ich sie immer mit dabei.

Und… Lesungen habe ich – auch wieder Dank meiner Freunde (Erika, Julia, Kathleen, Ronald, Manuela, Yvonne, Dierk) – in nächster Zeit noch einige. Die genauen Termine findet ihr unter: https://umland-verlag.de/termine/.
Am 24. und 25. November präsentieren Clara und ich unseren umland verlag erstmals auf einer Messe. Wenn ihr Lust habt, kommt vorbei auf der BuchBerlin (www.buchmesse-berlin.com).

Ihr seht, es ist ganz schön viel los. Zwischenzeitlich war es so viel, dass ich das Schreiben arg vernachlässigt habe. Inzwischen bin ich aber wieder dran. Im Moment beherrschen dabei eindeutig die Dubties meinen Kopf. Jeden Tag geht es mit ihnen und Lilo unter dem Arbeitstitel „Lilo und die Dubties in der Schule“ ein bisschen weiter. Nebenbei rumoren auch schon Teil drei und vier in meinem Kopf, in denen Hockey sowie ein Umzug Lilo und die Dubties auf Trab halten werden.

Parallel arbeite ich an zwei weiteren Interviewbüchern. Sollte jemand ganz, ganz alte Menschen kennen – ich suche Interviewpartner, die mindestens 95 Jahre alt sind – und bin da für jede Vermittlung dankbar.

Und wer von euch selbst auch einmal interviewt werden will, kann sich gerne als Gast für meinen demnächst erscheinenden Podcast bewerben.

Außerdem freue ich mich weiterhin über Bewertungen bei Amazon.

Habt vielen Dank. Bis ganz bald!

Seid herzlich gegrüßt von

Doreen Mechsner.

 

PS: Meine Unterstützerin Silke hat in diesem unglaublichen Bienenjahr Jahr von ihren Bienen ziemlich viele Gläser leckersten Uckermärkischen Honig produzieren lassen. Nun sucht sie kleine schnuckelige Läden, denen sie diesen Honig verkaufen kann. Sollte jemand von euch jemanden kennen oder von jemandem wissen, der Interesse an Feinschmeckerhonig haben könnte, sagt mir doch bitte Bescheid. Habt vielen Dank!

Werkstattbericht 14. 8. 2018

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Liebe Unterstützer des umland verlags,

 

wisst ihr eigentlich, warum ich „Lilo und die Dubties“ geschrieben habe? Nee, nicht einfach so aus Jux und Dollerei und weil ich Langeweile hatte. Nein, ich habe sie geschrieben, weil es die Dubties bei uns wirklich gab. Ich dachte, wenn ich ihre Geschichte aufschreibe und sie ins Buch banne, sei ich sie los. Aber Pustekuchen. Sie sind wieder da. Und offenbar noch zahlreicher als je zuvor. Dabei sah es zunächst ganz gut aus. Die letzte Zeile des Buches war noch nicht geschrieben, da plauzte es aus meiner Lilo heraus, mitten am Abendbrottisch verkündete sie laut prustend: „Wisst ihr was?“ Wir wussten natürlich nichts. Und es dauerte auch noch ein bisschen, bis wir verstanden. Lilo bekringelte sich so sehr in Vorfreude auf das, was sie jetzt sagen wollte, dass die Worte zu unverständlichen Lachsalven gerieten. Sie brauchte ein bisschen, bis sie sich gefasst hatte, dann verriet sie in bestem Hochdeutsch: „Es waren gar nicht immer die Dubties, die Mist gemacht haben, wenn ihr dachtet, es waren die Dubties. Manchmal war auch ich das.“ Dabei griente sie so herzerfrischend über ihr keckes Sommersprossengesicht, dass wir meinten, lauter imaginäre Dubties um sie rumwuseln zu sehen.

Nach dieser Offenbarung jedoch waren die Dubties tatsächlich verschwunden. Offenbar war unsere Lilo groß geworden. Ein bisschen bedauerten wir das. Bis Falks Handy kaputt ging. Oh ich übertreibe, es war nicht das ganze Handy, nur die Einstiegsbuchse für die Kopfhörer. Sie war und ist vermutlich verstopft mit einem abgebrochenen Kopfhörerstecker. Als Falk überprüfen wollte, ob seinen Kopfhörern der Stecker fehlt, waren diese plötzlich weg. Sind es immer noch. Ganz klar – das konnten nur die Dubties gewesen sein. Bis nach Österreich waren sie uns gefolgt. Oder gibt es dort auch welche?

Ganz sicher gibt es welche in Polen. Dort ist meine Schwester im Urlaub. Der Urlaub, so sagt meine Schwester, sei wunderschön, aber dubtieverseucht. Ständig passierten irgendwelche komischen Sachen. Einmal war die Rückbank ihres Busses wassergetränkt, ein anderes Mal waren alle Keksvorräte geplündert und schließlich war das Zelt mit Klopapierfetzen geschmückt. Das sah toll aus. Aber die Rolle war leer, als sie dringend gebraucht wurde. Natürlich hatte meine Schwester sofort ihre Kinder, meine entzückenden Nichten, in Verdacht. Aber die schworen Stein und Bein, dass sie es nicht gewesen waren. Zum Glück ist meine kleine Nichte Frieda ein sehr schlaues Kerlchen, sie wusste sofort, wer schuld war – natürlich die Dubties.

Meine Schwester ist verzweifelt. Und amüsiert. Und ich überlege, ob ich einen Familientherapiekurs zum Umgang mit den Dubties anbiete.

Nein, nicht wirklich. Ich übertreibe. Ich habe gerade ganz andere Sachen im Kopf – zu allererst natürlich eine neue Dubtiegeschichte, dann zwei weitere Erwachsenenbücher und dann doch einen Dubtiekurs – nämlich einen Dubtiehäkelkurs. Ich hatte meine Tante Erika, die ungekrönte Häkelkönigin unserer Familie, gefragt, ob sie nicht versuchen wolle, mal einen Dubtie zu häkeln? Die Frage war noch gar nicht ganz raus, das saßen die ersten Dubties schon hier – und sehen wirklich haargenau so aus wie die aus dem Buch. Nun wollen Lotte und Lilo unbedingt Dubtiehäkeln lernen. Und ich auch – es gibt nämlich schon die ersten Bestellungen.

Einen der ersten Dubties habe ich sofort „meiner“ Illustratorin Kathleen geschickt. Schließlich sind die Dubties ja zur Hälfte ihrem Kopf entsprungen. Klar, ich habe sie in Worte gefasst, aber in meinem Kopf sahen sie trotzdem ganz anders aus als die, die es jetzt dank Kathleen geworden sind.

Und nun muss ich was beichten. Mir ist nämlich ein großer Fauxpas passiert. Ich habe übersehen, dass Kathleens Name auf dem Titelblatt fehlt. Wisst ihr, wie unangenehm mir das ist! Nun haben wir überlegt, Aufkleber zu drucken und ins oder aufs Buch zu kleben – ABER: das darf man nicht einfach so, ohne das Buch damit zu entwerten. Es wäre dann ein Mängelexemplar. Im Moment denken wir über jede Menge Merchandising-Artikel rund um die Dubties nach. Und da, das verspreche ich ganz fest und hier vor allen, wird ganz dick und fett „Illustrationen von Kathleen Hörnke“ stehen. Und in der zweiten Auflage natürlich auch!!!

Noch ist es bis dahin ein kleiner Weg. Die meisten Bücher der ersten Ausgabe liegen noch im Lager. Das soll sich aber ganz schnell ändern Ab nächster Woche, also mit dem Schulstart, soll es im umland verlag wieder richtig rund gehen. Unter anderem stehen am ersten Septemberwochenende gleich zwei Lesungen an (genaue Infos findet ihr unter: www.umland-verlag.de) – auf beiden lese ich erstmals aus den „Dubties“. Aber dabei soll es nicht bleiben – ich starte auch eine Presseoffensive. Bislang weiß die Presse ja noch nichts von mir und meinen Büchern. Nun jedoch ist meine Pressefee Anke mit meinen Pressemitteilungen fertig und dann geht´s los – Spiegel, Stern, Zeit, Radio 1, Uckermark-Kurier… Fällt euch noch jemand ein? Am besten eine Zeitung oder Zeitschrift oder ein Sender, bei der/dem ihr jemanden kennt. Je kürzer die Wege, desto größer stehen die Erfolgsaussichten.

Um diese grundsätzlich zu steigern, bitte ich euch auch heute wieder um Mithilfe. Ich brauche Sterne! Bei amazon. Da gucken tatsächlich viele Leute drauf und orientieren sich. Daher wäre es großartig, wenn ihr mir dort am besten für beide Bücher eine (kurze) Bewertung schreiben könntet. Das Prozedere ist wirklich ganz unkompliziert. Darüber hinaus freue ich mich natürlich weiterhin über Bestellungen in möglichst vielen verschiedenen Buchhandlungen oder Lesungsvermittlungen.

Apropos Lesung. Das darf ich nicht vergessen. Meine letzte Lesung liegt schon ein paar Tage zurück. Aber wisst ihr, wer mir dort begegnet ist? David de Mel. Wer nicht weiß, wer das ist, lese dringend den ersten Abschnitt meiner Danksagung in den Wegen. Mir kamen die Tränen, als ich zum Abschluss der Lesung genau diesen Abschnitt vortrug – für David, der mir in der ersten Reihe direkt gegenüber saß. Wir hatten uns wohl 15 Jahre nicht gesehen. Als ich die Danksagung schrieb, wusste ich ganz sicher, dass sie David irgendwann erreichen würde. Aber das es so schnell und so unmittelbar gehen würde, hatte ich nie in Erwägung gezogen. Das war ein ganz magischer Moment.

Überwältigend war auch die Resonanz auf meinen Hilferuf nach jemanden, der bereit wäre, meine Interviews abzutippen. Es ist so toll, zu erleben, wie viele Freunde (teilweise durch das Buch neu gewonnene Freunde) bereit sind, meine Projekte zu unterstützen. Dafür danke ich euch ganz dolle.

 

Bis ganz bald!

Seid herzlich gegrüßt von

Doreen Mechsner.

 

 

 

 

Werkstattbericht 12.6.2018

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Liebe Unterstützer des umland verlags,

der letzte Pinselstrich ist getan, alle Bilder sind fertig. Die Lilo, die meine Lieblingsillustratorin Kathleen Hörnke für mich und die Welt gezaubert hat, sieht ganz anders aus als meine echte Lilo und entspricht ihr dennoch hundertprozentig…

So sollte der neue Werkstattbericht beginnen, der nun schon seit drei Wochen in meiner Schublade liegt. Ich habe ein ganz schlechtes Gewissen, weil ihr sicherlich alle längst wartet.

Entschuldigt! Die leidige Buchführung, die ich für den Verlag und mich neu erfinden musste, ist mir dazwischengekommen. Außerdem das beginnende Klinkenputzen, das Kümmern um erstklassige Pressemitteilungen, der Versand der Taschenbücher – die inzwischen alle bei ihren Adressaten angekommen sein müssten – sowie eine sehr inspirierende Lesung und unser großartiges Sommerfest. Für das mir die Druckerei schon mal die ersten 20 Hardcoverexemplare der Wege vorab produziert hatte.

Am vergangen Dienstag durfte ich endlich die restlichen 230 Exemplare abholen. Sie sind wirklich ganz genauso, wie ich sie mir vorgestellt hatte. Genauso, wie ich mir mein Buch jahrelang in meinen kühnsten Träumen immer ausgemalt hatte. Nun stapelt es sich in 250facher Ausgabe hier zu Hause.

Ich muss gestehen, ich bin ein Hardcover-Fan. In einer repräsentativen Umfrage – ich hatte meine Schwiegermutter und ihre Schwester befragt – hatte ich jedoch festgestellt, dass es auch knallharte Taschenbuchfans gibt. Deshalb entschied ich mich, 250 Taschenbücher und 250 Hardcover zu machen.

Allerdings muss ich zugeben, dass ich mit dem Taschenbuch zunächst gehadert hatte. Einmal natürlich, weil ich Hardcover bevorzuge, dann aber auch, weil sich irgendwie zu viele Rechtschreibfehler in die Taschenbuchausgabe geschlichen hatten. Natürlich weiß ich und verteidige auch immer, wir umland-Mitarbeiter sind alles Neulinge, keiner hat das, was er jetzt in das Buch eingebracht hat, vorher schon einmal getan. Das Buch ist verdammt dick – 544 Seiten. Selbst Lektoren versicherten mir, dass es kein Buch ohne Fehler gibt. Trotzdem, es hat genagt. Dann jedoch kam mir eine Idee, die mich versöhnt hat. Ich habe beschlossen, demjenigen, der die meisten Fehler im Taschenbuch entdeckt, ein Hardcover (da haben wir die Fehler ausgemerzt) zu schenken. Selbstverständlich mit Widmung und allem drum und dran.

115 Taschenbücher sind bereits verkauft. Ganz lieben Dank an all diejenigen, die so eifrig beim Vertrieb und Werbungmachen mitgeholfen haben. Ich konnte gar nicht so schnell Rechnungen und Lieferscheine erstellen, wie die ersten Nachfragen aus richtigen Buchläden kamen. Bitte macht gerne weiter so – das hilft ganz dolle!!!

Nun geht es parallel mit der Hardcover-Ausgabe weiter. Nachdem ich sie vor einer Woche abgeholt habe, bin ich erst einmal für drei Tage ins Elbsandsteingebirge gefahren – mit den Büchern an Bord. Sie haben jetzt sozusagen einen sächsischen Mehrwert. Heute habe ich die ersten Bestellungen nach Berlin ausgeliefert. Morgen geht es weiter. Da etliche Exemplare mit Widmungen versehen werden sollen, wird es ein wenig dauern. Bitte habt Verständnis. Ganz unerwartet tauchte auch noch ein Problem auf: Das einzelne Hardcover-Exemplar ist so schwer, dass es mit meiner Kartonageverpackung die 1000g, die eine Büchersendung maximal wiegen darf, überschreitet. Morgen erwarte ich die leichtere Alternativverpackung. Und dann geht´s los.

Ich hoffe, ich bin bis zum 22. Juni mit allen vorbestellten Büchern durch. Denn dann folgen die Dubties. Ich habe mich heute noch einmal bei der Druckerei erkundigt, ob alles pünktlich klappt und der nette Herr Krebs versicherte mir: Es läuft!

Nun bin ich ein drittes Mal ganz aufgeregt. Schon bei der Durchsicht des fertig gesetzten Manuskripts war ich ganz kribbelig. So ein Buch mit – so tollen – Bildern ist echt noch mal was anderes.

Die Spannung steigt!!!

Und ich beeile mich mit der Auslieferung – versprochen!!!

Parallel rattern natürlich schon weitere Projekte und Geschichten durch meinen Kopf. Noch allerdings schlagen sie unkontrollierte Purzelbäume und rumpeln und pumpeln sich gegenseitig an. Ich weiß noch nicht, welche Idee das Rennen macht.

Nur so viel ist sicher – für das nächste Erwachsenenbuch benötige ich jemanden, der meine Interviews transkribiert (also schlicht abtippt). Wenn jemand von euch jemanden kennt, der so etwas kann und gerne macht, ich bin für jede Kontaktvermittlung dankbar.

Ebenso für weitere Unterstützung jeglicher Art. Zum Beispiel Werbung – sei es in einer Talkshow oder einem Zeitungsartikel, einer Bestellung beim Buchladen um die Ecke oder Mundzumundpropaganda – ich freue mich, wenn die Bücher bald in aller Köpfe sind.

Seid ganz herzlich gegrüßt von

Eurer Doreen

Werkstattbericht 27.4.2018

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Liebe Freunde, Verwandte, Bekannte, liebe Unterstützer des umland verlags,

noch 28 Stunden, dann ist es so weit. Morgen um 12 Uhr hole ich die Taschenbuchausgabe meiner „Wege“ ab. Rein äußerlich bin ich ganz entspannt. Aber im Untergrund rumort es. Heute Nacht habe ich, wie schon in den vergangenen Nächten auch, von Büchern und Bücherkorrekturen, von eingeschobenen Absätzen, falschen Trennungsstrichen, von Lesebändchen und Kaschuren geträumt, von vertauschten ISBN-Nummern und Titeln und all den Sachen, die mich und meine Mitstreiter in den letzten Wochen auf Trab gehalten haben und von denen ich zum Teil gar nicht wusste, welch große Rolle sie bei einer Buchentstehung spielen.

Seit vergangenem Mittwoch nun sind die „Wege“ endgültig auf dem Weg und nicht mehr zu stoppen. Am Wochenende werde ich die ersten Taschenbuchbestellungen in die eigens angeschaffte Kartonage packen und ab Montag verschicken. Eine Woche später geht es dann los mit den Hardcovern, für die die Druckerei etwas länger braucht.

Wer nicht so lange warten will, kann natürlich noch ganz kurzfristig nach Groß Breesen bei Güstrow ins Bücherhotel kommen. So wie Jette und Steffi, die beiden Verrückten, die tatsächlich noch Karten für die „Lange Nacht der Leseratten“ ergattert haben und mal eben fast 200 Kilometer durch die Gegend gondeln, um mich ab 16 Uhr lesend zu erleben. Noch bin ich ganz unaufgeregt, aber voll riesengroßer Vorfreude.

Momentan bin ich aber auch sehr abgelenkt. Von Lilo und den Dubties, die uns in ihrer Endphase noch mal auf Trab halten. Nachdem Clara alles zum zehnten Mal Korrektur gelesen hat, darf ich nun schauen, wo die Dubties Absätze brauchen, um sich und Lilo geschmeidig von einem Abenteuer ins nächste zu katapultieren. Danach geht´s zu Hike, die alles schick macht und die tollen Bilder von Kathleen einbaut, die hier in immer neuen Variationen zur Begutachtung bei mir eintreffen. Anfang Mai sollen alle Illustrationen fertig sein und dann wandern auch die Dubties in die Druckerei.

Erst war ich ein bisschen unglücklich, dass sich das Erscheinungsdatum des Kinderbuches (Ende Mai) ständig verzögert hat. Inzwischen weiß ich: Anders wäre es gar nicht gegangen und bin dankbar für die kleine Verschnaufpause, die wir alle – außer unsere fleißige Zeichnerin Kathleen – gerade haben.

Ich habe die Zeit unter anderem genutzt, um meine Bücher im Vlb (Verzeichnis lieferbarer Bücher) listen zu lassen. Für all diejenigen, die mich und meine Bücher in den Buchhandlungen ihres Vertrauens bekannt machen wollen, heißt das: Ihr könnt da jetzt ganz offiziell nachfragen!!!

Außerdem bin ich dabei, erste weitere Lesungen zu organisieren. Etliche von euch haben mir mögliche Auftrittsorte empfohlen, die „klappere“ ich nun nach und nach ab. Sollten euch weitere kleine oder große Buchhandlungen, Theater, Kulturzentren, Cafés oder Clubs einfallen, freue ich mich, wenn ihr mich ins Gespräch bringt oder mir Kontakte vermittelt. Natürlich stehe ich auch für Wohnzimmerlesungen weiterhin gerne zur Verfügung.

Ende Mai/Anfang Juni findet hoffentlich sogar eine in meinem Wohnzimmer statt. Wir überlegen, ob wir ein großes „Frühlingsfest“ bei uns veranstalten, zu dem ihr dann auf alle Fälle eingeladen seid.

Bis dahin (oder gerne auch vorher) seid ganz herzlich gegrüßt,
Eure Doreen Mechsner

 

P.S.

Es passiert immer weiter, womit ich schon gar nicht mehr gerechnet habe. Immer noch gehen Vorbestellungen und Spenden bei mir ein. Als ich unlängst mal wieder einen Blick auf mein umland-Konto geworfen habe, funkelten mich 100 Euro Spende an. Überwiesen hatte die mein alter Trainer (der wesentlich jünger ist als ich), mit dem ich sehr durchwachsene Zeiten hatte. Er kommentierte seine Geldanweisung mit den Worten:
Dodo, beste Grüße und weiter so, denn: Wir schulden unseren Träumen noch Leben.

Boh, könnt ihr euch vorstellen, wie es mir ging? Erst habe ich eine Gänsehaut bekommen und dann kamen die Tränen.
Liebe Freunde, ich danke euch. Immer und immer wieder.