Werkstattbericht

Werkstattbericht 27.4.2018

Liebe Freunde, Verwandte, Bekannte, liebe Unterstützer des umland verlags,

noch 28 Stunden, dann ist es so weit. Morgen um 12 Uhr hole ich die Taschenbuchausgabe meiner „Wege“ ab. Rein äußerlich bin ich ganz entspannt. Aber im Untergrund rumort es. Heute Nacht habe ich, wie schon in den vergangenen Nächten auch, von Büchern und Bücherkorrekturen, von eingeschobenen Absätzen, falschen Trennungsstrichen, von Lesebändchen und Kaschuren geträumt, von vertauschten ISBN-Nummern und Titeln und all den Sachen, die mich und meine Mitstreiter in den letzten Wochen auf Trab gehalten haben und von denen ich zum Teil gar nicht wusste, welch große Rolle sie bei einer Buchentstehung spielen.

Seit vergangenem Mittwoch nun sind die „Wege“ endgültig auf dem Weg und nicht mehr zu stoppen. Am Wochenende werde ich die ersten Taschenbuchbestellungen in die eigens angeschaffte Kartonage packen und ab Montag verschicken. Eine Woche später geht es dann los mit den Hardcovern, für die die Druckerei etwas länger braucht.

Wer nicht so lange warten will, kann natürlich noch ganz kurzfristig nach Groß Breesen bei Güstrow ins Bücherhotel kommen. So wie Jette und Steffi, die beiden Verrückten, die tatsächlich noch Karten für die „Lange Nacht der Leseratten“ ergattert haben und mal eben fast 200 Kilometer durch die Gegend gondeln, um mich ab 16 Uhr lesend zu erleben. Noch bin ich ganz unaufgeregt, aber voll riesengroßer Vorfreude.

Momentan bin ich aber auch sehr abgelenkt. Von Lilo und den Dubties, die uns in ihrer Endphase noch mal auf Trab halten. Nachdem Clara alles zum zehnten Mal Korrektur gelesen hat, darf ich nun schauen, wo die Dubties Absätze brauchen, um sich und Lilo geschmeidig von einem Abenteuer ins nächste zu katapultieren. Danach geht´s zu Hike, die alles schick macht und die tollen Bilder von Kathleen einbaut, die hier in immer neuen Variationen zur Begutachtung bei mir eintreffen. Anfang Mai sollen alle Illustrationen fertig sein und dann wandern auch die Dubties in die Druckerei.

Erst war ich ein bisschen unglücklich, dass sich das Erscheinungsdatum des Kinderbuches (Ende Mai) ständig verzögert hat. Inzwischen weiß ich: Anders wäre es gar nicht gegangen und bin dankbar für die kleine Verschnaufpause, die wir alle – außer unsere fleißige Zeichnerin Kathleen – gerade haben.

Ich habe die Zeit unter anderem genutzt, um meine Bücher im Vlb (Verzeichnis lieferbarer Bücher) listen zu lassen. Für all diejenigen, die mich und meine Bücher in den Buchhandlungen ihres Vertrauens bekannt machen wollen, heißt das: Ihr könnt da jetzt ganz offiziell nachfragen!!!

Außerdem bin ich dabei, erste weitere Lesungen zu organisieren. Etliche von euch haben mir mögliche Auftrittsorte empfohlen, die „klappere“ ich nun nach und nach ab. Sollten euch weitere kleine oder große Buchhandlungen, Theater, Kulturzentren, Cafés oder Clubs einfallen, freue ich mich, wenn ihr mich ins Gespräch bringt oder mir Kontakte vermittelt. Natürlich stehe ich auch für Wohnzimmerlesungen weiterhin gerne zur Verfügung.

Ende Mai/Anfang Juni findet hoffentlich sogar eine in meinem Wohnzimmer statt. Wir überlegen, ob wir ein großes „Frühlingsfest“ bei uns veranstalten, zu dem ihr dann auf alle Fälle eingeladen seid.

Bis dahin (oder gerne auch vorher) seid ganz herzlich gegrüßt,
Eure Doreen Mechsner

 

P.S.

Es passiert immer weiter, womit ich schon gar nicht mehr gerechnet habe. Immer noch gehen Vorbestellungen und Spenden bei mir ein. Als ich unlängst mal wieder einen Blick auf mein umland-Konto geworfen habe, funkelten mich 100 Euro Spende an. Überwiesen hatte die mein alter Trainer (der wesentlich jünger ist als ich), mit dem ich sehr durchwachsene Zeiten hatte. Er kommentierte seine Geldanweisung mit den Worten:
Dodo, beste Grüße und weiter so, denn: Wir schulden unseren Träumen noch Leben.

Boh, könnt ihr euch vorstellen, wie es mir ging? Erst habe ich eine Gänsehaut bekommen und dann kamen die Tränen.
Liebe Freunde, ich danke euch. Immer und immer wieder.