Werkstattbericht

Werkstattbericht 12.6.2018

Liebe Unterstützer des umland verlags,

der letzte Pinselstrich ist getan, alle Bilder sind fertig. Die Lilo, die meine Lieblingsillustratorin Kathleen Hörnke für mich und die Welt gezaubert hat, sieht ganz anders aus als meine echte Lilo und entspricht ihr dennoch hundertprozentig…

So sollte der neue Werkstattbericht beginnen, der nun schon seit drei Wochen in meiner Schublade liegt. Ich habe ein ganz schlechtes Gewissen, weil ihr sicherlich alle längst wartet.

Entschuldigt! Die leidige Buchführung, die ich für den Verlag und mich neu erfinden musste, ist mir dazwischengekommen. Außerdem das beginnende Klinkenputzen, das Kümmern um erstklassige Pressemitteilungen, der Versand der Taschenbücher – die inzwischen alle bei ihren Adressaten angekommen sein müssten – sowie eine sehr inspirierende Lesung und unser großartiges Sommerfest. Für das mir die Druckerei schon mal die ersten 20 Hardcoverexemplare der Wege vorab produziert hatte.

Am vergangen Dienstag durfte ich endlich die restlichen 230 Exemplare abholen. Sie sind wirklich ganz genauso, wie ich sie mir vorgestellt hatte. Genauso, wie ich mir mein Buch jahrelang in meinen kühnsten Träumen immer ausgemalt hatte. Nun stapelt es sich in 250facher Ausgabe hier zu Hause.

Ich muss gestehen, ich bin ein Hardcover-Fan. In einer repräsentativen Umfrage – ich hatte meine Schwiegermutter und ihre Schwester befragt – hatte ich jedoch festgestellt, dass es auch knallharte Taschenbuchfans gibt. Deshalb entschied ich mich, 250 Taschenbücher und 250 Hardcover zu machen.

Allerdings muss ich zugeben, dass ich mit dem Taschenbuch zunächst gehadert hatte. Einmal natürlich, weil ich Hardcover bevorzuge, dann aber auch, weil sich irgendwie zu viele Rechtschreibfehler in die Taschenbuchausgabe geschlichen hatten. Natürlich weiß ich und verteidige auch immer, wir umland-Mitarbeiter sind alles Neulinge, keiner hat das, was er jetzt in das Buch eingebracht hat, vorher schon einmal getan. Das Buch ist verdammt dick – 544 Seiten. Selbst Lektoren versicherten mir, dass es kein Buch ohne Fehler gibt. Trotzdem, es hat genagt. Dann jedoch kam mir eine Idee, die mich versöhnt hat. Ich habe beschlossen, demjenigen, der die meisten Fehler im Taschenbuch entdeckt, ein Hardcover (da haben wir die Fehler ausgemerzt) zu schenken. Selbstverständlich mit Widmung und allem drum und dran.

115 Taschenbücher sind bereits verkauft. Ganz lieben Dank an all diejenigen, die so eifrig beim Vertrieb und Werbungmachen mitgeholfen haben. Ich konnte gar nicht so schnell Rechnungen und Lieferscheine erstellen, wie die ersten Nachfragen aus richtigen Buchläden kamen. Bitte macht gerne weiter so – das hilft ganz dolle!!!

Nun geht es parallel mit der Hardcover-Ausgabe weiter. Nachdem ich sie vor einer Woche abgeholt habe, bin ich erst einmal für drei Tage ins Elbsandsteingebirge gefahren – mit den Büchern an Bord. Sie haben jetzt sozusagen einen sächsischen Mehrwert. Heute habe ich die ersten Bestellungen nach Berlin ausgeliefert. Morgen geht es weiter. Da etliche Exemplare mit Widmungen versehen werden sollen, wird es ein wenig dauern. Bitte habt Verständnis. Ganz unerwartet tauchte auch noch ein Problem auf: Das einzelne Hardcover-Exemplar ist so schwer, dass es mit meiner Kartonageverpackung die 1000g, die eine Büchersendung maximal wiegen darf, überschreitet. Morgen erwarte ich die leichtere Alternativverpackung. Und dann geht´s los.

Ich hoffe, ich bin bis zum 22. Juni mit allen vorbestellten Büchern durch. Denn dann folgen die Dubties. Ich habe mich heute noch einmal bei der Druckerei erkundigt, ob alles pünktlich klappt und der nette Herr Krebs versicherte mir: Es läuft!

Nun bin ich ein drittes Mal ganz aufgeregt. Schon bei der Durchsicht des fertig gesetzten Manuskripts war ich ganz kribbelig. So ein Buch mit – so tollen – Bildern ist echt noch mal was anderes.

Die Spannung steigt!!!

Und ich beeile mich mit der Auslieferung – versprochen!!!

Parallel rattern natürlich schon weitere Projekte und Geschichten durch meinen Kopf. Noch allerdings schlagen sie unkontrollierte Purzelbäume und rumpeln und pumpeln sich gegenseitig an. Ich weiß noch nicht, welche Idee das Rennen macht.

Nur so viel ist sicher – für das nächste Erwachsenenbuch benötige ich jemanden, der meine Interviews transkribiert (also schlicht abtippt). Wenn jemand von euch jemanden kennt, der so etwas kann und gerne macht, ich bin für jede Kontaktvermittlung dankbar.

Ebenso für weitere Unterstützung jeglicher Art. Zum Beispiel Werbung – sei es in einer Talkshow oder einem Zeitungsartikel, einer Bestellung beim Buchladen um die Ecke oder Mundzumundpropaganda – ich freue mich, wenn die Bücher bald in aller Köpfe sind.

Seid ganz herzlich gegrüßt von

Eurer Doreen

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